Fragefreitag: Wohin möchtest du unbedingt einmal reisen?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Rumänien. Bisher hab ich aber noch niemanden gefunden, der Lust hätte mitzukommen…

Lisa Brenk: Alaska! Von dieser Reise träume ich immer noch. Diese Wildnis und Ruhe würde ich gerne nochmal erleben.

Janna Ruth: Island. Als Geologin war es für mich schon immer ein Traum in dieses Land der Gegensätze zu reisen.

Diandra Linnemann: Japan steht ganz oben auf meiner Liste (ich habe Japanisch studiert, konnte mir als Studentin das Reisen allerdings nicht leisten; inzwischen habe ich fast alles vergessen, aber hin möchte ich trotzdem noch). Dann Australien, Hawaii, Südafrika, Norwegen, Schottland – ach, am liebsten hätte ich alles mal gesehen. Nur mit großen Städten kann man mich jagen.

Eva-Maria Obermann alias Variemaa: Ich würde gerne nach Griechenland, denn nein, da war ich noch nie, liebe aber griechische Mythologie. Außerdem steht Schottland weit oben auf meiner Wunsch-Reise-Liste. Und obwohl, ich schon mehrmals dort war, will ich unbedingt nochmal nach Rom.

Jasmin Engel: Indien und USA, Kalifornien, aber beides schwierig wegen meinem Problem mit dem Fliegen. 

June Is: Galapagos.

Michelle Janßen: Ich würde so gerne nochmal nach Osteuropa und die Länder da ein bisschen erkunden. Insbesondere Rumänien und Kroatien.

Tiphaine Somer Elin: An den Rand der Stratosphäre – egal wohin man blickt – es muss überwältigend sein

Esther: Nach Island und Griechenland, nach Marokko und Neuseeland, nach Indien und Israel, nach Finnland und Norwegen nördlich des Polarkreises – meine Reiseliste ist so lang wie die Liste der ungeschriebenen Geschichten in meinem Kopf.

Esther Wagner alias Kirana: Nach Japan. Immer wieder. Ich war seit Kindertagen moderater Japanfan. Im Frühjahr 2015 war ich zum ersten Mal dort – und habe mich unsterblich in dieses Land verliebt.

Anne Colwey: Neuseeland könnte ich immer wieder bereisen, ebenso Frankreich und Italien. Neugierig bin ich auf Japan, Australien und Kanada.

Cazze: Nach Orlando in die Universal-Studios (Harry Potter Wizarding World)

Nornengestöber und Adventskalender

Willkommen bei der letzten Stöberrunde für ein paar Wochen. Keine Angst, wir kommen wieder und pausieren nur. Denn ab sofort könnt ihr Sonntags alle geöffneten Türchen unseres Adventskalenders, der täglich auf Facebook eine Überraschung für euch bereit hat, kennenlernen. Darum dreht sich heute auch alles um Adventskalender und wo sie zu finden sind.

Anne Zandt aka Poisonpainter hat sich mit einigen Autoren zusammengeschlossen und einen Blogroman geschrieben, den ihr nun in praktischen Häppchen bis Weihnachten genießen könnt. Weihnachtsmänner, Rentiere, Norwegen und eine Geschichte um Liebe, Angst, Depression und Zusammenhalt. Ho ho ho.

Auch bei Sophie Fawn könnt ihr täglich auf der Facebookseite vorbeischauen und jeden Tag einen tollen Preis gewinnen. Viele Autoren haben mitgemacht und verstecken sich mit ihren Büchern hinter den Türchen. Da ist auf jeden Fall für jede und jeden etwas dabei.

Der Bücherstadtkurier hat einen literarischen Adventskalender auf die Beine gestellt und versorgt euch täglich mit einem Leseschmankerl. Oh du süße Weihnachtszeit.

Beim Tintenhain von Mona könnt ihr ebenfalls jeden Tag vorbeischauen und einen buchigen Preis gewinnen. Ob klein, ob groß, ob jung, ob alt. Jeder kann sich hier freuen.

Ähnlich ist es bei Eva-Maria Obermann aka Variemaa, die auf ihrem Buchblog mit spannenden Themen, Rezensionen und weihnachtlichen Interviews aufwartet und jeden Tag einen tollen Gewinn bereit hält.
Bei so viel weihnachtlicher Vorfreude fühlen wir uns jedenfalls schon ganz inspiriert. Und damit ihr davon etwas abbekommt könnt ihr auf unserer Facebookseite jeden Tag einen tollen Drabble von einer unserer Nornen lesen. Für alle, die der Plattform lieber fern bleiben kommen hier die ersten drei 100-Wortgeschichten. Viel Spaß damit 🙂
Beste Freunde (June Is)

 

„Sag mir, was los ist“, drängte Wirnabo seinen gleichaltrigen Spielkameraden seit einer Stunde zum Sprechen.
„Du weißt genau, was los ist“, gab Benji leise zurück.
Wirnabo nahm eine Trotzpose ein. „Nein, weiß ich nicht. Außer, dass du nicht mehr mit mir sprichst. Was habe ich falsch gemacht?“
Nun schniefte Benji. „Nichts, aber …“
„Aber? Irgendetwas hast du doch.“
Langsam drehte Benji seinen Kopf in Richtung Zimmerausgang.
Wirnabos Blick folgte.
Obwohl sie für ihren Sohn hinter der Tür nicht sichtbar waren, konnte Benji die Anwesenheit seiner Eltern spüren.
Er hörte seinen Vater seufzen. „Er spricht doch wieder mit dem Unsichtbaren, Margret.“

Geschwister (Jana Jeworreck alias Moira)

Es war dunkel, kalt. Wütender Wind. Sie liefen zu Tausenden über die weite Fläche. Er sah sich nach seinen Geschwistern um.
Viele von ihnen rannten ebenfalls, doch andere verharrten auch in Schockstarre, darauf wartend, mitgenommen zu werden. Wenn der Wind kam, brachte er mehr von ihnen, schleuderte sie gegen den Widerstand, zerschlug sie, ließ keinen, wie er war. Der Große fragte sich, wann wohl sein Ende kommen würde.
Er griff sich einige seiner verängstigten Geschwister, umschlang sie schützend mit seiner dünnen Hülle, rannte, wie vom Teufel verfolgt, die Scheibe hinab. Er war der Schnellste und Größte der Tropfen – Aufschlag!

Kleider machen Leute (Elenor Avelle, von der auch die zauberhaften Grafiken zu unserem Kalender stammen)

Die Burgbewohner warfen neugierige Blicke herüber, besahen sich den Rock und machten sich ihre Gedanken. Dem Schmied erschien er zu kurz. Man konnte die Knie sehen, beim Bücken beinahe den Hintern.
Die Magd fragte sich, was wohl darunter steckte. Vielleicht nichts, denn so hieß es doch, dass solche wie diese nichts drunter trugen.
Der Ritter fand den Aufzug ganz und gar unangemessen. Solche Kleidung hatte er hier noch nicht gesehen. Die Frauen trugen Röcke bis zum Knöchel, die Männer Beinkleider.
„Ist euch nicht kalt?“, fragt ein kleiner Junge.
„Ein bisschen frisch bei euch“, sagte der Schotte. „Aber das geht schon.“

Und weil es der erste Advent ist, decken wir euch dazu doppelt ein;-)

Lebkuchen City (Diandra Linnemann)

Aus dem winterlichen Wald heraus beobachtet sie heimlich das Treiben. Eine glitzernde, dampfende Stadt steht jetzt dort, wo sie ihre Hütte gebaut hatte. Von überall kommen sie. Sie werden erwartet, umhegt, vorbereitet. Der Duft verzaubert sie, bis es zu spät ist.
„Think big“, hatten sie ihr gesagt, als sie den Vertrag unterschrieb. Nicht mehr nur für das eigene leibliche Wohl sollte sie sorgen. Man müsse nur anbauen. Umdisponieren. Und jetzt fahren LKW von der Fabrik auf der anderen Seite der Stadt ins ganze Land. Hier riecht es nicht nach Zimt und Nelken.
Plakate werben: Frisch auf den Tisch.
Saftige Weihnachtsbraten.

Der nornige Adventskalender steht vor der Tür

Hohoho, nein, halt, Moment. So weit waren wir noch nicht. Also nochmal auf Anfang.

Am ersten Dezember startet unser Adventskalender. Jeden Tag könnt ihr auf unserer Facebookseite einen Drabble (eine Kurzgeschichte mit genau 100 Worten) lesen, den eine unserer Nornen geschrieben hat. Mal wird es dabei fantastisch, mal gruselig oder auch weihnachtlich. Nein, nicht jede unserer Geschichte wird vor Magie sprühen, aber alle werden euch überraschen, Blickwinkel erweitern, Perspektiven eröffnen, die vorher nicht da waren. Absichtlich wollen wir damit nicht „nur“ Weihnachtsstimmung verbreiten, denn auch unsere Leser*innen sind vielfältig und vielleicht gar nicht an Christkind oder Weihnachtsmann interessiert.

Kurz ein Universum schaffen

Dass ein Text nicht lang sein muss, um Botschaft und Emotion zu vermitteln, ist nichts Neues. Ernes Hemingway, so eine bekannte Anekdote, wettete einst, dass er in nur sechs Worten eine vollständige Geschichte erzählen könnte. „For Sale: Baby shoes, never worn“ erzählt ein tragisches Schicksal, sechs Worte, die rühren und ein Universum mit sich bringen. Auch in Romanen ist es wichtig, auf den Punk zu kommen, Spannung aufzubauen und dann den Leser doch immer zu überraschen. Drabbles sind dafür nicht nur eine gute Schreibübung, sondern Kürztgeschichten, die Leser mit wenigen Worten in den Bann ziehen, Erwartungen wecken, zum Nachdenken anregen und darum Autorin wie Lesern Spaß machen.

An den Adventssonntagen könnt ihr die bisherigen Drabbles hier auf dem Nornenblog nachlesen. Wir wissen, nicht alle Leser*innen sind auf Facebook zu finden und so habt ihr ein extra Schmankerl, wenn ihr euch Sonntags ausruht und bei uns reinschaut. Schon jetzt möchte ich** mich aber bei allen Nornen bedanken, die mitgemacht haben. Der Kniff des Drabbles ist die Pointe im letzten Satz, die alles ändert. Tausend Dank an meine lieben Kolleginnen, den Eifer, die Worte und die Begeisterung. Unser Netzwerk ist ein junges, aber das Engagement ist groß.

Ich freue mich sehr auf eure großartigen Texte, wir werden 24 Mal Leser damit bewegen, ich weiß es. Freut euch mit mir auf den Dezember und den nornigen Adventskalender.

**Autorin des Textes ist Eva-Maria Obermann

Fragefreitag: Welche Bilder zeigt dein Kalender?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Natalie Winter: Frösche.

Esther Wagner alias Kirana: Familienfotos. Mein Papa hat mir den Kalender gebastelt <3

Ella Boulaich: Den male ich jede Woche selbst bunt an. Ist ein Bujo. Manchmal klebe ich einen Spruch oder eine Postkarte hinein.

Jana Jeworreck alias Moira: einen Baum auf einem weiten Lavendelfeld

Michelle Janßen: Ich habe ein BuJo bei dem ich monatlich das Thema wechsele (aktuell ist es Tee und Bücher) und den Kalender dementsprechend gestalte. Ansonsten hängt noch ein Jahreskalender über dem Schreibtisch auf dem meine Freunde und Freundinnen motiviertende Sprüche geschrieben haben. So einen bekomme ich jedes Jahr.

Karin (e.) Novotny alias EmmaN: Doctor Who, und ab übermorgen endlich den 10ten Doctor 🙂

Susann Julieva: Die Avengers. Den hat mir eine Leserin selbst gebastelt, weil ich Marvel so liebe und ich finde ihn Bombe! Der wird auch noch weitere Jahre da hängen.

Babsi alias BluesirenEine Collage von Fotos vom Erstiwochenende mit meinen besten Freundinnen

Eva-Maria Obermann alias Variemaa: Dieses Jahr habe ich einen Harry Potter Kalender über dem Schreibtisch hängen, mein Mann einen Star Wars. Ich sehe beim Schreiben beide und beide wurden uns geschenkt. Normalerweise haben wir nur einen selbstgestalteten Familienkalender, einen gemeinsamen digitalen und ich habe zusätzlich ein Bullet Journal.

Diandra Linnemann: In meinem Büro zuhause hängt ein „Zauber der Wälder“-Kalender mit märchenhaften Baum- und Waldmotiven. Den hatte ich in den letzten Jahren immer, und nächstes Jahr hoffentlich auch wieder.

Jasmin Engel: Schweinchen 🙂

June Is: Schottland

Ankündigung: Die Nornen auf der LBM (J.M.H. Reichert)

Jeder Buchmensch weiß, was hinter dem Kürzel „LBM“ steckt. Die Buchmesse in Leipzig ist in jedem Jahr das erste große Branchentreffen des Buchmarktes. Die nächste findet vom 15. bis 18. März 2018 statt – und sie bekommt Besuch vom Nornennetzwerk.

Wir haben uns viel vorgenommen und das hochgesteckte Ziel angestrebt, unser Netzwerk als Teil der Aussteller zu präsentieren. Die Vorbereitungen laufen und wir haben uns viel für Euch einfallen lassen. Nicht nur einen Stand der Nornen wird es geben, sondern auch einige Überraschungen von unseren Autorinnen. Auf unsere Besucher warten Verlosungen und Lesungen, feinste Goodies und noch mehr nornige Hingucker.

Und wir haben noch mehr: Im Rahmen der „Leipzig liest“ planen wir eine Diskussionsrunde zum Thema „Das Nornennetz – starke Frauen in der Phantastik“. Wir wollen darüber sprechen, in wieweit die Geschlechter-Stereotypen sowohl Frauen als auch Männer auf dem literarischen Markt behindern – sei es wegen unterschiedlicher Bezahlung und Präsenz oder weil gewisse Genre nur einem der beiden Geschlechter „zugetraut“ werden. Dieses Thema betrifft sowohl Autorinnen und Autoren, als auch Leserinnen und Leser. Jeder ist zum Mitreflektieren und -diskutieren eingeladen. Denn das macht das Netzwerk aus: Wir wollen Frauen, die im Bereich der Fantastik schreiben, mehr Gehör und Fairness verschaffen.

Das Nornennetzwerk wurde gegründet, um gezielt deutschsprachige Autorinnen in der Fantastik zu fördern und zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen, gemeinsam Projekte in Gang zu bringen und vielleicht auch die Welt zu verbessern. Doch das Netzwerk steht vor allem auch für Toleranz. In dem Sinne freuen wir uns über Besuch von Jung und Alt, klein und groß, Mensch, Ork oder Gestaltenwandler. Auf dass wir unsere Netze auch auf der Leipziger Buchmesse spinnen können.

 Über die Nornen-Aktivitäten zur Buchmesse informieren wir euch in den Sozialen Medien über den Hashtag #NNLBM. Mit dem Fortschreiten unserer Organisation, präsentieren wir auch weitere Informationen über unseren Blog, über Twitter, Facebook und Instagram.

 

(Autorin des Beitrags ist J.M.H. Reichert)

Ankündigung: Totentanz mit den Nornen (Natalie Winter)

Halloween naht, und damit eine Zeit, in der Fantastik-Autorinnen zur Höchstform auflaufen. Wir Nornen sind da keine Ausnahme! Wenn der Nebel wabert, die Vampire um Einlass bitten und sich die Monster vor unseren Türen ein Stelldichein geben, dann tanzen wir mit ihnen durch die Nacht. Später, wenn die Sonne ihre ersten zaghaften Strahlen auf die Welt wirft, fallen wir nicht erschöpft ins Bett. Wir setzen uns an den Arbeitsplatz und fassen unsere Abenteuer für euch in Worte.

 Tanzt mit uns!

Es wird gruselig bei den Nornen (Grafik: Elenor Avelle)

Zwei Tage lang, vom 31.10. bis zum 01.11., könnt ihr unsere Abenteuer nachlesen. Die Geschichten werden nacheinander veröffentlicht, also schaut doch immer mal wieder vorbei. Wir lehren euch das Gruseln! Erschauert, fürchtet euch, mit einem Wort: Lasst euch unterhalten.

Ela Schnittke eröffnet den Reigen. Am 31. Oktober um exakt 10.32 Uhr öffnet ihr eine leise knarrende Tür und werft einen verstohlenen Blick auf »Das Gemälde«, bevor ihr euch erleichtert umwendet, dass ihr der Gefahr im letzten Augenblick entronnen seid.

Doch ihr habt euch zu früh gefreut. Die nächste Norne wartet bereits auf euch. Natalie Winter zeigt euch um 12.04 Uhr »Im Schatten des Sumpfes«, wie grausam Voodoo sein kann. Schnell, bevor ihr selbst noch Opfer des finsteren Rituals werden, hetzt ihr durch den Sumpf.

Mit einem geheimnisvollen Lächeln erwartete euch Katherina Ushachov aka Evanesca Feuerblut um 14.17 Uhr. Mit ihr reist ihr zu einem verhängnisvollen Datum in der Vergangenheit. Es ist »Freitag, der 13. Juni 2014«, und ihr wisst schon, dass euch jetzt nur noch eine gehörige Portion Glück retten kann.

Und die habt ihr. June Is reicht euch die Hand und flüstert »Meine Kleine«. Lasst euch nicht von ihrem hübschen Antlitz täuschen, wenn sie um 16.26 Uhr lockt und verführt. Macht, dass ihr fortkommt, wenn euch euer Leben lieb ist.

Ah, und schon nimmt Anna Holub euch um 18.32 Uhr in Empfang. Sie mag harmlos aussehen, wie auch »Schneewittchen und ihr Jäger«, aber hütet euch vor den beiden Märchengestalten. Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Mittlerweile ist es 20.26 Uhr. Eva-Maria Obermann aka Variemaa breitet die Arme aus und freut sich, euch zu sehen. Sie und ihr »Spiegelbild« sind das vorletzte Grauen, dem ihr euch heute stellen müsst. Werdet ihr es schaffen? Bis zur nächsten Geschichte bleibt euch nur eine kurze Atempause …

Wagt ihr es, Anne Zandt aka Poisonpainter in die »Milton Road« zu begleiten? Überlegt euch gut, ob ihr dieser Norne um 22.46 Uhr folgt. Ungehört verhallen die Rufe derer, die jene Straße betraten, um sie nie wieder zu verlassen.

Der 1. November ist angebrochen. Ihr habt die schaurigste Nacht des Jahres überlebt, aber euer Totentanz mit den Nornen ist noch nicht zu Ende. Selbst wenn ihr wolltet, könntet ihr euch nicht aus dem kalten Griff der klammen Hand lösen, die euch wilder und wilder herumwirbelt im Tanz der Toten.

Schaut hinüber zu Irina Christmann, die euch zuwinkt, und erlebt das »Morgengrauen« mit ihr. Seid ihr dort in Sicherheit? Vielleicht. Es ist 11.39 Uhr, und ihr habt gerade erfahren, was Furcht wirklich bedeutet. Ihr zittert, die Nacht war lang, aber die nächste Geschichte wartet schon.

»Der Jüngling« erscheint euch auf den ersten Blick wie ein helles Licht in finsterer Nacht, und ihr lauft um 13.48 Uhr erschöpft auf ihn zu. Elea Brandt schaut euch an und wirft euch einen undeutbaren Blick zu. Ihr Mund öffnet sich, sie sagt etwas, aber ihr könnt sie nicht verstehen.

Auf euch wartet bereits Möchtegernautorin. Lasst euch von ihrem harmlosen Namen nicht täuschen, denn zu ihren Füßen kauert ein »Monster«, das euch die Bedeutung des Wortes Angst auf seine ganz eigene Weise klarmacht. Ihr wolltet es nicht anders, und obwohl es erst 15.11 Uhr ist, wünscht ihr euch, der Tag möge endlich enden.

Eine frische Brise kommt auf, als ihr um 17.22 Uhr das wogende Meer erblickt. Diandra schickt euch auf die »Charybdis«, und sie allein weiß, ob ihr in einem feuchten Seemannsgrab endet oder es doch zurück aufs Festland schafft.

Es ist 19.52 Uhr, als ihr nach einer kurzen Ohnmacht wach werdet. Myna Kaltschnee beugt sich über euch. In ihren dunklen Augen spiegelt sich euer erschöpftes Gesicht, und in ihrem Schatten regt sich etwas. Es ist »Der blasse Fremde«, dem ihr für die nächsten beiden Stunden ausgeliefert seid.

Ihr sehnt euch danach, endlich auszuruhen, und sucht verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit. Ob der Zug »Nachts an Gleis 3« euch fortbringt von all dem Wahnsinn und Grauen? Fragt Laura Kier, die um 21.55 Uhr als letzte der Nornen mit euch tanzt.

Wir verbeugen uns vor den Furchtlosen, die uns die Ehre des Tanzes gegeben haben. Bis zum nächsten Halloween-Ball – wenn ihr euch traut.

** Autorin des Beitrags ist Natalie Winter

Fragefreitag: Was trinkst/isst du beim Schreiben?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Was trinkst/isst du beim Schreiben?

Babsi alias Bluesiren: Kaffee oder Wasser, manchmal esse ich Kekse.

Natalie Winter: Kaffee, Wasser, Kindercidre.

Poisonpainter alias Anne Zandt: Ich bin froh, wenn ich überhaupt daran denke etwas zu trinken. 😀

Janna Ruth: Ich trinke exzessiv, meist Krümeltee.

Esther Wagner alias Kirana: Ich trinke grünen Tee und esse viel zu viele Kekse.

Ella Boulaich: Ich frühstücke Müsli, Kefir Smoothie und viiiiiiel Kaffee.

Katharina Ushachov: Ich trinke beim Schreiben meist Leitungswasser aus einem Glas, das neben mir steht.

Elenor Avelle: Ich versuche mir keine Cola an den Tisch zu stellen, sondern Wasser. Bei Schreiben trinke ich nämlich viel und ohne es zu merken.

Haben die Nornen ein Kaffee-Problem? Und wie ist das mit euch? Was trinkt ihr beim Schreiben? (Foto: FirmBee / pixabay.de)

Jana Jeworreck alias Moira: Viel zu viel Kaffee, Wasser, Kaffee

Michelle JanßenCola, Wasser und Kaffe/Tee. Ich versuche immer nur Wasser und Tee zu trinken aber das klappt leider nicht. Essen kann ich nebenbei nichts außer Trauben weil die nicht so ablenken.

EmmaN alias Karin (e.) Novotny: Tee. Am liebsten Tee. Grünen Tee, oder schwarzen Tee mit Milch. Oder nur Wasser. Manchmal Rotwein oder einen Martini auf Eis.

Katrin Ils: Viel Tee, zu viel Kaffee und wenn ich wirklich in der Szene bin, dann gar nichts. Da tauche ich dann nach Stunden leicht dehydriert (und etwas desorientiert) wieder aus der Geschichte auf.

Variemaa alias Eva-Maria Obermann: Kaffee, Tee oder Wasser. Ich esse erstaunlich wenig dabei, weil mir die Zeit zu schade ist, in der ich nicht tippen kann. Da wir einen Vollautomaten haben, ist Kaffee schnell gezapft. Tee trinke ich eigentlich lieber (Kräuter, Darjeeling oder Chai), aber ich vergesse immer beim Schreiben, dass ich Wasser aufgestellt habe und wenn es mir einfällt, ist es wieder kalt.