10 Survival-Tipps für die Leipziger Buchmesse (Nike Leonhard)

Vom 15.-18.03.2018 ist es wieder so weit: Leipzig wird zum Treffpunkt der Buchmenschen und Manga-Begeisterten. Auch wir vom Nornennetz werden mit einem eigenen Stand vertreten sein.
Über die Dinge, die wir uns ausgedacht haben, wird es separate Blogartikel geben. Heute geht es darum, wie man sich optimal auf den Messebesuch vorbereitet und was man unbedingt mitnehmen sollte.

  1. Vorbereitung

Der erste Tipp ist schon in der Einleitung gegeben: Bereite dich vor! Dazu gehört auch, zu überlegen, warum du auf die Messe willst. Es ist etwas anderes, ob du nur Bücher gucken oder ob du auch Leute treffen, Veranstaltungen besuchen willst oder eventuell Werbung für deine eigenen Produkte bzw. Dienstleistungen machen willst. Dementsprechend solltest du deinen Besuch planen.
Besorg dir rechtzeitig ein Programm und streich dir die Veranstaltungen und Stände an, die du unbedingt besuchen möchtest. Plane dabei lieber etwas mehr Zeit ein, denn die Wege zwischen den Veranstaltungen sind manchmal lang. Wenn du sie planst, setzt du dich von vornherein nicht unter Druck – denn so kannst du den Besuch genießen.
Das Gleiche gilt für Treffen mit Verlagen, Kolleg*innen und oder Freund*innen. Gerade wenn du  geschäftlich unterwegs bist, solltest du die Termine vorher vereinbaren. Dabei gilt: Je früher du dich meldest, desto größer ist die Chance, dass du deinen Wunschtermin bekommst.

Ein Besuch der Leipziger Buchmesse will gut geplant sein (Foto: Ela Schnittke)

  1. Schuhe und Blasenpflaster

Lange Wege sind nicht nur ein Zeitfaktor, sondern gehen auch auf die Beine. Daher ist unser nächster Ratschlag, unbedingt gut eingetragene Schuhe mitzunehmen. Bequemlichkeit geht hier eindeutig vor Chic. Du wirst von dem Moment an, wo du dein (Hotel-)Zimmer verlässt, fast den ganzen Tag auf den Beinen sein. Rechne mit 10 – 12 Stunden, in denen du viel mehr stehen wirst als sonst. Das klappt nur in bequemen, gut eingetragenen Schuhen.
Sicherheitshalber solltest du trotzdem Blasenpflaster für die Fersen mitnehmen. Wenn du es nicht brauchst, um so besser. Aber glaub uns: Wenn doch, rettet es dir den Tag!

  1. Kleidung

Auch bei der Bekleidung steht der Wohlfühlfaktor an erster Stelle. Das heißt nicht, dass du mit Schlabberjeans und Gamershirt rumlaufen musst, es kann durchaus auch Anzug und Hemd sein, wenn du jemanden beeindrucken willst. Auf der Messe wirst du beides sehen. Für dich ist erst mal wichtig, dass du dich in den Sachen wohlfühlst. Alles, was kneift, drückt oder scheuert, kann zu Hause im Schrank bleiben. Auch knitternde oder fleckanfällige Sachen lass besser daheim.
Zum Wohlfühlen gehört auch, lieber etwas anzuziehen, das für die Jahreszeit etwas zu leicht ist. In den Hallen wird es warm. Manchmal sogar sehr warm. Also nimm dir lieber eine dicke Jacke für draußen mit (die an der Garderobe bleibt) und etwas Leichteres für darunter.

  1. Verpflegung

Etwas zu Essen oder zu Trinken zu bekommen, ist auf der Leipziger Buchmesse erfreulich einfach. Alle Hallen haben mehrere Cateringstände. Die Länge der Schlangen ist moderat und meist bekommt man in den Cafés sogar problemlos einen Sitzplatz. Trotzdem raten wir dazu, eigene Verpflegung einzupacken. Gerade wenn man mehrere Tage auf der Messe unterwegs ist, wird es sonst teuer.
Vor allem solltest du etwas zu trinken einpacken, denn in den warmen Hallen braucht man viel Flüssigkeit. Eine Halbliterflasche stilles Wasser reicht völlig – die schäumt nicht über und lässt sich am Wasserhahn jederzeit wieder auffüllen. Dazu ein oder zwei belegte Brötchen oder Studentenfutter und etwas Obst und der Tag kann nur gut werden.

  1. Technik

Darauf, dass du dein Handy mitnehmen solltest, brauchen wir vermutlich nicht extra hinzuweisen. Vermutlich willst du deinen Messebesuch ohnehin dokumentieren und deine Erlebnisse in den sozialen Medien teilen. Da leistet das Handy nicht nur als Kamera, sondern auch als Notizbuch gute Dienste. Außerdem empfiehlt es sich, sich die Buchmesse-App zu holen, dann hast du die Übersicht über die Hallen und Veranstaltungen immer griffbereit.
Wenn du live berichten willst, ist es wichtig, dass dein Datenvolumen ausreicht. Die LBM bietet zwar freies WLAN, aber mit so geringem Datenvolumen und Übertragungsraten, dass es mehrere Stunden braucht, ein einzelnes Bild zu twittern.
Sicherheitshalber solltest du dir außerdem ein oder zwei Powerbänkchen und eine Mehrfachsteckleiste einpacken. Zwar gibt es auch auf der Messe Möglichkeiten, Akkus aufzuladen, aber das heißt auch, dass du danebenstehen musst und in der Zeit nichts anderes machen kannst.  Die Mehrfachsteckleiste kommt natürlich nicht mit auf die Messe, sondern bleibt im Hotelzimmer. Sie sichert lediglich, dass du genügend Steckplätze hast, um alle Geräte wieder aufzuladen.

Vorbereitung hilft, im Trubel nicht den Überblick zu verlieren (Foto: Ela Schnittke)

  1. Visitenkarten und andere Werbemittel

Wenn du auf der Buchmesse netzwerken und Kontakte knüpfen willst, sind Visitenkarten geradezu unverzichtbar. Daher ist es besser, ein paar mehr einzupacken.
Wenn du andere Werbemittel hast, kannst du die auch mitnehmen. Du solltest sie allerdings sparsam einsetzen. Das Auslegen und Verteilen von Flyern und anderem Werbematerial ist nur an den Ständen erlaubt. Allerdings werden die wenigsten Standbesitzer mit Begeisterung reagieren, wenn du deine Sachen einfach bei ihnen auslegst. Du kannst sie aber Interessierten, mit denen du dich unterhältst, anbieten.

  1. Bücher und Manuskripte

Du bist Autor*in und willst die Buchmesse nutzen, um Werbung für deine Bücher zu machen? Fein. Aber erwarte nicht zu viel. Du kannst sie zwar rumzeigen und verschenken, aber der Verkauf ist nur über die Messebuchhandlung erlaubt.
Manuskripte kannst du dagegen gleich zuhause lassen, wenn du nicht vorher einen Termin mit einem Verlag oder einer Agentur gemacht und ausdrücklich vereinbart hast, ein Exemplar mitzubringen. Sollte sich doch jemand für dein Manuskript interessieren, kannst du fast sicher sein, dass es sich um einen der unseriösen Vanity Verlage handelt.

  1. Kleinkram

Kennst du das? Irgendwas fehlt immer. Damit dir das nicht ausgerechnet auf der Messe passiert, hier ein paar Tipps, was du außer den schon genannten Dingen unbedingt dabeihaben solltest:

    • Namensschild
      Ein Namensschild hilft dir zwar nicht direkt, aber du machst es deinem Gegenüber leichter, deinen Namen zu behalten. Gerade, wenn man viele neue Kontakte knüpft, ist es schwer, Namen zu behalten. Wenn du es den anderen leicht machst, hebst du dich sehr wohltuend aus der Masse und bleibst besser in Erinnerung.
    • Stifte und Notizbuch
      Selbst, wenn du daran gewöhnt bist, Notizen im Handy zu machen, ist es sinnvoll, ein Notizbuch und mindestens zwei Kugelschreiber oder Fineliner einzustecken. So ist es viel leichter, schnell einen Blogartikel zu skizzieren oder die Kontaktdaten der neuen Bekanntschaft aufzuschreiben, die dummerweise keine Visitenkarte dabei hatte.
    • Lippenpflegestift
      Das ist ähnlich, wie mit dem Blasenpflaster. Kann sein, dass du ihn nicht brauchst. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du zu wenig trinkst und deshalb am Ende des Tages gesprungene Lippen hast, ist groß. So ein Stift dagegen ist klein und kann dir den Abend (und den nächsten Tag) retten. Und ja, der Tipp gilt auch für Männer.
    • Kopfschmerztabletten und andere Medikamente
      Gerade, wenn du auf Medikamente angewiesen bist, gehören die unbedingt ins Gepäck. Kopfschmerztabletten sollten für Notfälle aber auch dabei sein.
    • Lutschpastillen
      Die Retter für den Hals, wenn du bei trockener Luft zu wenig getrunken hast.
    • Bargeld
      Du wirst eine Menge brauchen, für Garderobe, Essen, Mitbringsel, Bücher …
    • Ticket
    • Fahrkarte (wenn nicht im Ticket enthalten)

  1. Tasche

Logischerweise muss der ganze Kram irgendwo untergebracht werden. Gut geeignet ist ein große Umhängetasche oder besser noch ein Rucksack. Eine Umhängetasche sieht besser aus, der Rucksack verteilt das Gewicht gleichmäßig, so dass die Wahrscheinlichkeit von Rückenschmerzen geringer ist. In jedem Fall sollten die Tragriemen breit sein und an den Schultern gut abgepolstert.
Was gar nicht geht, sind Rollkoffer. Glaub uns: Niemand mag Menschen, die mit Rollkoffer auf eine Messe gehen. Sobald es auch nur etwas voller wird, sind die Dinger überall im Weg.

  1. Fang jetzt mit den Vorbereitungen an

Vermutlich hast du das zwar schon, aber falls nicht, solltest du jetzt anfangen, damit dir die Zeit nicht knapp wird. Noch ist es kein Problem, Visitenkarten zu bestellen und Verabredungen zu treffen; ein Hotelzimmer zu buchen, könnte aber schon knapp werden. Also mach dir eine Liste, was du noch erledigen musst und dann los!

Sehen wir uns? Du findest uns am Stand J303 – in Halle 2. Wir freuen uns auf dich!

Autorin des Beitrags ist Nike Leonhard.

Nike Leonhard: Vampire #Fabelwesen

Fabelwesen im Nornennetz

Vampire sind derzeit so populär, dass es schwer scheint, überhaupt noch etwas Originelles zu ihnen zu schreiben. Trotzdem habe ich gerade eine Vampirgeschichte veröffentlicht, denn meine Vampire sind anders.

Diese Andersartigkeit beginnt schon damit, dass sie keine überirdisch schönen, übermächtig starken Gestalten sind. Bei mir ändert der Biss weder das Aussehen noch den Körperbau, sondern im Wesentlichen den Metabolismus. Ein sehr fetter Mensch kann daher zu einem schlanken Vampir werden. Er setzt aber weder mehr Muskelmasse an, noch wird er auf paranormale Art besonders stark oder schnell.

Warum auch? Wenn man davon ausgeht, dass Vampirismus durch einen Biss übertragen werden kann, muss es sich bei dem Überträger um eine Art Virus handeln. Das passt zu den älteren Vampirlegenden, die oft im Zusammenhang mit Seuchen aufkamen. Im Umkehrschluss bedeutet die Virustheorie aber auch, dass nichts verändert werden kann, zu dem nicht vorher eine Anlage bestand. Das macht Vampire körperlich anfälliger, damit in meinen Augen aber auch weitaus interessanter.

Die nächste Frage ist, was die Ausbreitung hemmt. Eine zu starke Ausbreitung wäre für das Virus nicht sinnvoll, denn wenn jeder Biss einen neuen Vampir erschaffen würde, hätten die Vampire bald niemanden mehr zum Beißen. Die Vampire selber haben keinen Einfluss darauf, wer sich beim Biss ansteckt und wer nicht. Es muss also das Virus sein – oder besser gesagt: das menschliche Immunsystem, das die Ausbreitung verhindert.

Wenn aber Vampire keinen Einfluss darauf haben, wer zum Vampir wird und wer nicht – wie soll es dann zu den oft beschriebenen Über- und Unterordnungsverhältnissen kommen?

Bei näherem Nachdenken sind Vampire doch nicht so unoriginell. Vor einiger Zeit habe ich auf meinem Blog eine fünfteilige Serie darüber geschrieben. Der erste Teil findet sich hier: https://nikeleonhard.wordpress.com/2017/02/17/realistische-vampire-1-wie-wird-man-eigentlich-vampir/

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist am 5. September 2017 als E-Book erschienen: „Biss zum letzten Akt“. Zu diesem Zeitpunkt wird das Buch dann auch eine eigene Seite mit den entsprechenden Verkaufslinks auf http://www.nikeleonhard.wordpress.com bekommen.

Nike Leonhard: Werwölfe #Fabelwesen

Fabelwesen im Nornennetz

Seit „American Werewolf“ kennt man Werwölfe als Menschen, die sich bei Vollmond in riesige, haarige Biester verwandeln. Selbst liebenswerte Gestalten wie Remus Lupin mutieren dann zu triebgesteuerten Bestien, die alles zerfleischen, was ihnen unter die Fänge kommt. Wer gebissen wird (oder auch nur eine Kratzwunde davonträgt), wird selbst zum Werwolf.

Dabei sind Werwölfe in ihrer ursprünglichen Form „nur“ ein Gestaltwandler. Ob diese Fähigkeit erblich ist oder man dazu bestimmte Gegenstände braucht (oder beides), ist nicht ganz klar. In den Sagen der Brüder Grimm finden sich jedenfalls Hinweise darauf, dass die Verwandlung mittels eines Gürtels aus Wolfsfell durchgeführt wurde.

Wesentlich ist aber, dass die Verwandlung willentlich erfolgt und keinesfalls auf Vollmondnächte beschränkt ist. Auch der Mythos, dass man durch Biss oder eine sonstige Verletzung durch einen Werwolf selber zu einem wird, ist deutlich jünger.

Worin die Geschichten weitgehend übereinstimmen, ist der Blutdurst der Werwölfe. Gerade das ist jedoch ein Punkt, bei dem ich stark ins Zweifeln komme. Zwar kommen auch die „echten“ Wölfe in alten Geschichten immer sehr schlecht weg, aber dieses Bild ist durch moderne Untersuchungen längst widerlegt. Ich fände es daher reizvoll, eine Geschichte zu lesen, die die Erkenntnisse der Verhaltensforschung mit den alten Werwolfmythen verknüpft. Falls mir niemand mit dem Schreiben zuvorkommt, hätte ich auch selbst eine Idee.

http://nikeleonhard.wordpress.com/

NEU: Biss zum letzten Akt von Nike Leonhard

Autorin: Nike Leonhard
Titel: Biss zum letzten Akt
Reihe: Codex Aureus (5)
Genre / Subgenre: Urban Fantasy/Vampire
Klappentext: Die moderne Gesellschaft stellt Vampire vor neue Herausforderungen. Das muss auch Silke feststellen, die als Ex-Junkie einiges gewöhnt ist. Immer wieder machen ihr die deutsche Bürokratie und allzu neugierige Nachbarn zu schaffen. Und weit und breit keine geheime Vampirgesellschaft, die hilft. Silke entwickelt einen Plan, um endgültig unterzutauchen. Aber vorher gibt es noch einiges zu erledigen.
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Nike Leonhard: Dryaden #Fabelwesen

Fabelwesen im Nornennetz

Dryaden sind im Prinzip eine Unterart der Nymphen, mit Spezialisierung auf Bäume. Dem Namen nach sind sie sogar nur für Eichen zuständig, denn der leitet sich vom griechischen Wort für Eiche ab. Für andere Bäume gab es andere Baumgeister, für Eschen ist z. B. die Meliai verantwortlich, die einen sehr eigenen Herkunftsmythos haben. Die Dryaden bildeten jedoch die bekannteste Gattung und mit der Zeit wurde ihr Name zum Synonym für alle baumgebundenen Nymphen.

Dryaden sind ihren Bäumen sehr verbunden. Diese Verbundenheit kann so weit gehen, dass die Dryade mit ihrem Baum stirbt. Zwar gibt es nur eine Erzählung, die davon berichtet – und dort sind nur die Töchter der inzestuösen Beziehung zwischen Hamadryas und deren Bruder Oxylos betroffen, aber auch alle anderen Dryaden sind sehr um das Wohlergehen „ihrer“ Bäume besorgt. Daher galt es im alten Griechenland als sehr unklug, einen Baum zu fällen, ohne sich vorher entschuldigt und ein Opfer gebracht zu haben, um den Zorn einer dort lebenden Dryade zu besänftigen.

Diese Verbindung habe ich in „O Tannenbaum“ aufgegriffen. Allerdings spielt meine Geschichte nicht im antiken Griechenland, sondern in einer modernen Großstadt. Entgegen der üblichen Darstellung ist „meine Dryade“ auch keine wunderschöne (nackte) Frau, sondern vor allem winzig. Nackte Frauen mögen sich auf Bildern gut machen, die Schönheit mag ihrer Stellung als Naturgottheit geschuldet sein, aber nach der allgemeinen Beschreibung leben Dryaden nicht nur mit, sondern auch in ihren Bäumen. Bedenkt man nun, wie viel Platz eine ausgewachsene Frau einnimmt, schien es mir passend, die Größe der Dryaden nach unten zu korrigieren.

Logischerweise sind meine Dryaden deshalb Menschen weit unterlegen. Allerdings verfügen sie über magische Fähigkeiten, die diese Unterlegenheit mehr als ausgleichen. Das macht es alles andere als ratsam, sich ihren Zorn zuzuziehen. Dummerweise sind Dryaden aber für die meisten Menschen unsichtbar.

FunFact am Rande: Ich habe „O Tannenbaum“ kurz vor Weihnachten geschrieben. Als wir kurz darauf einen Weihnachtsbaum gekauft haben, war das schon ein bisschen gruselig.

Link zur Buchvorstellung auf meiner Seite: https://nikeleonhard.wordpress.com/codex-aureus-phantastisch-historisch-erzaehlungen-ebooks-nike-leonhard/o-tannenbaum-codex-aureus-4/

Verkaufslink: https://books2read.com/OTannenbaum