Justitia had a really bad day (by Esther Wagner)

Action & Cut – Wie man Actionszenen fürs Kopfkino schreibt

Tosende Schlachten, atemberaubende Verfolgungsszenen und dramatische Duelle.
Wie schreibt man eigentlich richtig gute Actionszenen, bei denen man auf der Stuhlkante sitzend Popcorn mampft? Im übertragenen Sinne natürlich, wobei ihr ruhig beim Lesen Popcorn essen könnt.

Beim PAN-Branchentreffen 2017 war die Antwort ganz einfach. Man lässt sich einfach in Bern(h)ard umbenennen. Auf die Frage nämlich, wer richtig gute Actionszenen schreibt, waren die Antworten eindeutig: Bernhard Hennen und Bernard Cornwell. Wer aber auf den ganzen Papierkram beim Bürgeramt wegen der Umbenennung keine Lust hat, dem helfen vielleicht die folgenden Tipps. Vieles daraus stammt aus meinen Erinnerungen an den Vortrag von Susanne Pavlovic beim PAN-Branchentreffen, die mir in vieler Hinsicht die Augen geöffnet hat.

Echtzeit statt elend lange Beschreibungen

Wir Autoren lieben es, Dinge zu beschreiben. Wie sieht etwas aus? Wo befindet sich etwas? Wie funktioniert dies und das? Und ganz besonders »schlimm« wie fühlt sich eigentlich unserer Charakter dabei? Für all das hat man in Actionszenen keine Zeit. Sie sind unnötiger Ballast, der die Geschichte an der falschen Stelle entschleunigt. Das soll nicht heißen, dass es nicht spannend wäre, zu erfahren, welche Rüstungsornamente der Gegner besitzt, aber im Kampf ist die falsche Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.

Eine Actionszene wird um ein Vielfaches rasanter, wenn man in diesem Moment ganz in den Kopf des Charakters schlüpft. Stellt euch vor, ihr wärt auf der Flucht, hinter euch das personifizierte Grauen. Bemerkt ihr da wirklich, die Details auf der Häuserfassade oder macht euch Gedanken darüber, was ihr mit eurem Leben noch alles anstellen wolltet? Wohl eher nicht, viel mehr, rennt ihr was das Zeug hält und hofft inständig, dass das Grauen euch nicht bekommt.

Genauso ist es im Kampf. Das ist nicht der Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, dass euer Vater jetzt stolz auf euch wäre, oder ihr eurem Herzblatt noch nicht eure Liebe gestanden habt. In diesem Moment liegt euer gesamter Fokus darauf, diesen Kampf zu gewinnen oder zumindest ihn zu überleben.

Ein echter Kampf ist oft nur wenige Minuten lang, bevor einer von beiden die Oberhand gewinnt. Also verzichtet auf lange Beschreibungen, innere Monologe und alles, was von dem Moment ablenkt und konzentriert euch stattdessen auf die verschiedenen Sinneseindrücke, die die Szene lebendig gestalten, ohne sie aufzublähen.

Fokus statt Überblick

Die meisten Bücher werden heutzutage aus einer persönlichen Perspektive geschrieben. Damit Actionszenen spannender werden, muss man gerade an dieser Stelle ganz eng werden. Stellt euch vor, ihr seid mit euren Freunden in einer großen Schlacht und kämpft nun um euer Überleben. In diesem Moment bekommt ihr nicht mit, welche Strategie der General verfolgt. Ihr könnt auch nicht mal eben einen Blick nach drüben werfen, wo zehn Reihen weiter, eure Freundin den Kampf verliert oder mitbekommen, dass der Prinz heimlich entführt wird.

An dieser Stelle ein kleiner Disclaimer: natürlich gibt es Möglichkeiten, all das mitzubekommen, ABER ihr verliert dabei einen Teil der Spannung, denn euer Charakter hat offensichtlich Zeit, zu atmen und sich umzuschauen, ohne, dass ihm im nächsten Moment der Kopf abgeschlagen wird. Falls genau das im Anschluss passiert, alle Achtung!

Der Trick, spannende Actionszenen zu schreiben, besteht darin, sich vollkommen auf eine Sicht zu konzentrieren. Und die ist ziemlich beschränkt. Man denke nur an Ritterhelme.

Benutzt eure Umgebung

Klar, eure Charaktere haben ihre tolle Waffen und schlagen sich damit die Köpfe ein. Das ist schon ziemlich spannend, aber es wird noch viel spannender, wenn ihr ihre Umgebung mit einbezieht. Zum Beispiel könnte es regnen und euer Protagonist plötzlich mit einem Fuß in einem Schlammloch feststecken oder im Matsch ausrutschen. Er könnte statt zum Schwert schnell zum Bierkrug greifen und seinem Gegner eins überziehen oder sich am Kronleuchter durch den halben Raum schwingen. Andere Leute stehen im Weg, Mobiliar und enge Räume behindern euch – denkt daran, bei Schwertern muss man ganz schön ausholen und ihr wollt ja nicht die hübsche Schankmaid aufspießen – und Wäscheleinen hängen grundsätzlich auf Augenhöhe. All das macht eure Szene lebendig und somit spannender, als wenn sich zwei Leute immer parieren, bis irgendwer durch die Deckung dringt und gewinnt.

Fiction vs Fact

Jetzt wird es ein wenig kontrovers. Jeder weiß, wie wichtig Recherche für einen Autor ist und Geschichten sollen möglichst realistisch sein. Meistens trägt zu viel Realismus aber nicht unbedingt zur Förderung der Spannung bei. Man muss also immer auch ein wenig schauen, dass man den Plot und die eigentliche Geschichte bei aller Realitätsnähe nicht vergisst.

Dann gibt es aber noch die sogenannten fiktiven Fakten. Nein, ich spreche nicht von Trumps alternativen Fakten, sondern davon, dass manche Sachen schon so lange in Buch und Film falsch dargestellt werden, dass sie dem Leser wahrer als die Realität erscheinen. Jeder Pferdebesitzer könnte wahrscheinlich ein Lied davon singen, wenn die Pferde wieder mal stundenlang galoppieren und dann ohne Abreiben stehen gelassen werden. Die Sache ist jedoch, dass die meisten Leser nicht darauf achten und es ihnen zugunsten des Plots vollkommen egal ist. Plot/Action trumpft Fakt. Für die meisten Leser zumindest.

Einem Reenacter würde sich wahrscheinlich der Magen umdrehen, wenn er liest, wie der Held bevorzugt mit seinem Zweihänder rumläuft und Duelle damit ausficht. Der Leser findet es jedoch cool. Und so darf man als Autor ruhig auch mal ein Auge zudrücken, die Realität des Zimmers verweisen und sich darauf konzentrieren, einfach eine coole Actionsszene zu schreiben. Es ist immerhin Action und keine Kriegsdokumentation.

Risiko, Risiko, Risiko

Nichts ist langweiliger, als wenn man weiß, dass der Held eh alles überlebt. Schließlich ist er der beste, stärkste und klügste Held im ganzen Heldenland und außerdem besitzt er Plot-Rüstung. Eine Geschichte wird umso spannender, je höher die Fallhöhe ist. Und das gilt ebenso für Actionszenen. Ob durch ungünstige Wetterbedingungen, unzureichende Ausbildung oder eine Übermacht, geht sicher, dass für euren Charakter wirklich etwas auf dem Spiel steht und es nicht nur ein weiterer Plotpunkt ist, durch den er eben durch muss.

In anderen Worten lasst euren inneren Martin raus und erschafft eine Umgebung, in der niemand sicher ist, auch nicht euer Hauptcharakter für maximale Action. Ungewissheit ist euer Freund.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig in die Geheimnisse guter Actionszenen einführen. Habt ihr gute Beispiele oder andere Tricks, die ihr euch bei guten Actionszenen abgeschaut habt?

Ein Beitrag von Janna Ruth.

Grafik: Esther Wagner alias Kirana

Schreibhilfen: Word Crawls (Janna Ruth)

Eigentlich möchte man meinen, dass Schreiben einem Autor leicht von der Hand gehen sollte. Schließlich werden wir von Ideen nur so bombardiert. Aber wenn wir uns an den Schreibtisch setzen, dann muss erst mal die Musik ausgewählt, Emails gecheckt und natürlich die neusten Nachrichten gelesen werden. Und kaum hat man ein paar Absätze geschrieben, fällt einem ein, dass man ja noch mal Marketing auf allen Kanälen machen könnte, oder vielleicht gucken, ob jemand etwas neues geschrieben hat?

Prokrastination macht eben auch vor Autoren nicht halt – Zweifel übrigens auch nicht – aber zum Glück gibt es die ein oder andere Schreibhilfe: Von Schreibgruppen, die einander motivieren, über Apps wie Write or Die, die deine Wörter löschen, wenn du länger als eine Minute lang nicht schreibst, oder die Browser und bestimmte Programme sperren, hin zu Wortspielen, wie die berühmten WordWars, bei denen man mit anderen um die Wette schreibt.

Word Crawls – die angenehme Art des Schreibens

Mein** persönlicher Favorit sind die Word Crawls oder Schreibreisen. Was das ist? Nun, ein Word Crawl ist eine virtuelle Schnitzeljagd, die aus vielen kleinen und vor allem abwechslungsreichen Aufgaben besteht. Das Beste daran ist aber das Setting, denn diese kleinen Aufgaben sind eingebettet in kleine Geschichten, Reisebeschreibungen und vor allem in euer Lieblingsfandom! Es ist ein Heidenspaß mit Harry Potter Besen fliegen zu lernen und Voldemort zu trotzen, während man seinen Wordcount mit Wörtern füttert oder mit den Supernatural-Jungs durch Amerika zu touren. Ob Buch, Serie, Spiel oder Musical, es gibt für fast alles den passenden Word Crawl. Es gibt sogar ganz spezielle wie den Aufräumcrawl, bei dem man schreibt und nebenbei seine Wohnung aufräumt.

Und das funktioniert! Jede Aufgabe ist so klein, dass man sie mit Leichtigkeit in einem Stück bewältigen kann: Schreibe 10 Minuten oder schreibe 200 Wörter oder tippe 5 Minuten mit geschlossenen Augen. Während der Aufgabe hat man also kaum Zeit, sich abzulenken. Aber die Kürze hat noch einen anderen Vorteil. Wie bei Stückchen Schokolade gönnt man sich gerne noch eins. Und noch eins. Und noch eins. Und plötzlich steht man mit 3000 Wörtern an einem kurzweiligen Abend da. Der Zeitaufwand der einzelnen Word Crawls ist ein wenig unterschiedlich, meist ist man insgesamt 5-6 Stunden beschäftigt und produziert 6-8000 Wörter. Eine Pause ist dank der kleinen Aufgaben dabei jederzeit möglich.

Kurzum, für mich sind Word Crawls dank der kleinen Portionierung, dem hohen Suchtfaktor und der Abwechslung das ideale Schreibwerkzeug, um mit viel Spaß zu hohen Wortzahlen zu kommen. Mittlerweile schreibe ich sogar selbst welche.

Beispiel: Neuseeland Crawl

Falls ihr euch nun fragt, wie genau das aber aussieht, habe ich hier einen kleinen Auszug aus meinem (megalangen) Neuseeland-Crawl:

  1. Northland

2.1. „Kia ora!“ Die Reise beginnt am nördlichen Ende Neuseelands. In den dichten Wäldern dieser Halbinsel stehen noch immer die urtümlichen Kauri-Bäume. Als du staunend den majestätischen „Tane Mahuta“ umrundest, sinnierst du über das Alter dieses Giganten. Schreibe bis zum nächsten Tausender.

 2.2. Auf den geschichtsträchtigen „Waitangi Grounds“ wurde der „Vertrag von Waitangi“ zwischen den Stammesführern der Maori und den englischen Kolonisten ausgehandelt und unterzeichnet. Erfahre alles über dieses entscheidende Kapitel der neuseeländischen Geschichte und beende dein eigenes.

2.3. Immer weiter nach Norden geht es über den tückischen „90 Mile Beach“. Würfle: 1-2: Starker Regen und die Flut haben den Strand unpassierbar gemacht. Die Fahrt entlang des Strands wird vorzeitig beendet. Du folgst dennoch aufmerksam den Erklärungen zu den Muschelfischern. Schreibe 20 min während der Fahrt landeinwärts. 3-4: Der Bus bleibt im Schlamm stecken. Alle müssen mit anpacken um ihn frei zu bekommen. Word War für 15 min. 5-6: Schönstes Wetter. Du genießt die Fahrt am Strand und gehst anschließend Sandrodeln. Sprinte 200 Wörter die Sanddüne hinunter.

2.4. Kap Reinga, der nördlichste Punkt Neuseelands, wo sich die Tasmansee und der Pazifik treffen, ist gleichzeitig auch ein spiritueller Ort für die Maori. Auf einer Steilklippe thront der uralte, niemals blühende Pohutakawa Baum durch den die Seelen der Verstorbenen ihre Reise  ins Jenseits antreten. Schreibe 15 min, während du versuchst die „Three Kings Islands“ am Horizont auszumachen.

2.5. Auf der Rückreise wählst du zwischen den kulinarischen Vorzügen Northlands; Avocados, Tamarillos, Oliven, Honig, Muscheln, oder doch einen der wilden Truthähne? Ordne die ersten drei Ziffern deines Wordcounts in beliebiger Reihenfolge an und schreibe die entsprechende Anzahl Wörter.

Aus Word Crawls können Romane werden: Janna Ruths Debüt Tanz der Feuerblüten

Fragen und Antworten

Wo finde ich Word Crawls?
Die meisten (englischen) gibt es in einem Unterforum auf der NaNoWriMo Seite, archiviert auch im WikiWriMo. Auch die Schreibnacht richtet regelmäßig deutsche Schreibtouren aus. Twitter benutzt das Hashtag #schreibtour.

Muss ich Word Crawls an einem Stück machen?
Nein! Niemand misst deine Zeit oder steht mit der Peitsche hinter dir. Wie alle Schreibwerkzeuge musst du es so einsetzen, dass es dir hilft. Wenn das heißt, dass du jeden Tag nur drei Aufgaben machst oder sogar nur eine, ist das vollkommen okay. Andere preschen an einem (offensichtlich arbeitsfreien) Tag durch.

Kann ich Word Crawls auch mit anderen machen?
Ja, klar – im Forum wird gerne verglichen wie lange jemand gebraucht hat oder wie viele Worte pro Station rausgekommen sind. Zudem bist du bei einigen Aufgaben auf andere angewiesen, wie z.B. WordWar für 15 Minuten.

Und wenn ich alleine bin?
Überlegst du dir, wie du die Aufgaben abändern kannst (z.B. 15 Minuten so schnell wie möglich schreiben, statt mit jemanden zu battlen) oder lässt sie aus.

In meinem Word Crawls steht was von 50-headed Hydra und 3-Digit-Challenge. Was ist das?
Das sind Spezialchallenges aus dem NaNoWriMo-Forum. Dort haben diese einen eigenen Thread, der auch verlinkt sein sollte. Bei der Hydra musst du versuchen 500 Wörter in 5 Minuten zu schaffen. Unmöglich? So ziemlich, macht aber einen Heidenspaß es zu versuchen. Bei der 3-Digit-Challenge musst du die letzten 3 Zahlen des Wordcounts deines Vorposters schreiben (und dann natürlich selbst posten, damit der Nächste wieder zahlen hat – daher der eigene Thread).

Ich hab gesehen, Word Crawls gibt’s auch in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Was hat es damit auf sich?
Manche Word Crawls bieten 2-3 Geschwindigkeiten an, damit niemand überfordert oder unterfordert ist. Eine Aufgabe wie schreibe 300 Wörter in zehn Minuten ändert sich dann zu 200 Wörtern in zehn Minuten oder 400 Wörter in zehn Minuten. So kann jeder in seinem Tempo schreiben.

Okay, das macht Spaß. Kann ich auch selbst welche schreiben?
Klar, nur zu! Schnapp dir ein Thema oder eine Vorlage und leg los! Die anderen freuen sich über neues Material.

** Autorin des Artikels ist Janna Ruth

Janna Ruths Dämonen in »Zeichen der Macht« #Fabelwesen

Janna Ruth 2017

Fabelwesen im Nornennetz

Vor langer Zeit, als alle Welten noch eins waren, erhob sich ein mächtiger Magier. Mit der schwarzen Magie der Zerstörung verlieh er denen Kräfte, die unter den ungleichen Verhältnissen am meisten litten. Sie nannten sich «Demen», die Befreiten.

Jahrtausende später sind aus den einstigen Menschen Dämonen geworden, die in «Hescaryn», der unterirdischen Höllenwelt ein neues Zuhause gefunden haben. Rein zoologisch wird alles, was aus dieser Welt stammt als Dämon bezeichnet, darunter auch Höllenwürmer, Wendigos und Blutrösser, doch hier soll von denen berichtet werden, die sich zur Herrscherklasse aufgeschwungen haben, den Dämonen erster Klasse.

Sie zeichnen sich durch ungeahnte Kräfte aus, die von den Fähigkeiten, sprichwörtlich den abstrakten Raum zu zerreißen und an anderer Stelle wieder aufzutauchen und rasenschnellen Selbstheilkräften unterstützt werden. Manche Dämonen beherrschen Magie und manche sogar die hohe Kunst des Gestaltwandelns, aber alle besitzen sie schwarze ledrige Flügel.

Die Dämonen, deren höchstes Gut die absolute Freiheit ist – frei von Moral und allen Verpflichtungen -, folgen dem Rat der sieben Erzdämonen. Sieben mächtige Dämonen, die die sieben Todsünden verkörpern. Seit der schwarze Thron des Höllenfürsten verwaist ist, führen sie die Geschicke Hescaryns – und bringen sich dabei vor allem selbst um den Verstand.

www.janna-ruth.com/zeichendermacht/

Janna Ruth: Die Erschaffung der Naturgeister #Fabelwesen

Fabelwesen im Nornennetz

Es ergab sich einmal, dass Kairos, der Gott der Jugend, und Hanna, die Göttin des Lebens, auf einer Lichtung zusammenkamen. Dort liebten sie sich einen Tag und eine Nacht und wo immer der Same des Lebens auftraf, erwuchs neues Leben. Fünf Bäume wuchsen an der Lichtung und aus jedem spross ein Elfenstamm, der in Haut und Haaren seinem Ursprung glich. Die Erstgeborenen waren beseelt von ihrer jugendlichen Kraft und äußerst triebhaft. Sie vermischten sich mit der Erde und schufen die Satyrn, die ihnen in Gestalt ähnelten, doch klein, stämmig und kräftig behaart waren. Bis heute bewahrten sie sich die Triebhaftigkeit ihrer Eltern und neigen zur Rücksichtslosigkeit. Eifersüchtig und jähzornig sorgen sie für Ärger im Elfenwald.

Sie vermischten sich mit dem Wasser und schufen die Nymphen mit ihren schlanken, biegsamen, stromlinienförmigen Körpern. Oft kann man jungen Nymphen in der Dämmerung beim Tanzen zusehen. Doch vorsichtig, nur allzu gerne locken sie Unvorsichtige ins tiefe Wasser und ertränken ihre Opfer.

Sie vermischten sich mit der Luft und schufen die Sylphen, deren extrem leichte, durchscheinende Körper vom Wind hin und her geweht werden. Stürme reißen sie auseinander, so dass sie nur selten die schützenden Wälder der Elfen verlassen.

Sie vermischten sich mit den Pflanzen und schufen die Dryaden, humanoide Gestalten aus Rinde, Blätter und Blüten. Sie können sich allein nicht fortpflanzen und benötigen die Hilfe der Feen, die ihre Pollen von Blüte zu Blüte tragen.

Sie vermischten sich mit den Insekten und schufen die Feen, kleine Wesen mit zarten Flügeln von nur kurzer Lebensdauer. Von den Dryaden erhalten sie den Nektar, den sie benötigen, um ihre Larven aufzuziehen. Es gibt nichts Schöneres als den Feenflug, wenn sich Tausende von Feen zum ersten Mal aus ihren Kokons in die Lüfte erheben.

Die Wesen stammen aus «Die Zeichen der Macht» Staffel 6 von Janna Ruth. Staffel 1 erscheint 2018.

www.janna-ruth.com/zeichendermacht/