Buntes Nornengestöber am Sonntag

Diesen Monat befassen wir im Nornennetz uns besonders mit Selfpublishing. Diesen Sonntag haben wir zwei interessante Artikel zum Thema für euch. Aber das ist nicht alles – freut euch auf Schreibtipps (die besonders für die CampNaNo-Teilnehmer wichtig sein könnten), den Umgang mit Vorurteilen und mehr in der Stöberrunde!

Welche Dinge man bei Selfpublishen unbedingt vermeiden sollte fasst euch die Leselupe in diesem Beitrag zusammen. Aufgepasst, es geht unter anderem um Lektorate bei Selfpublishern. Das war bei uns diese Woche schon Thema beim Fragefreitag!

Für diese Woche haben wir außerdem einen Artikel aus der Zeit zum Thema. Was sind Selfpublisher, warum gehen sie trotz großer Verkäufe oft unter und wie werden sie im Buchmarkt eingeordnet? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr hier.

Nicht zwingend nur Selfpublishern sondern allen KünstlerInnen sind die Vorurteile von Brotlosigkeit in künstlerischen Berufen bekannt. Der verhungernde Autor, der nur so Meisterwerke schreiben kann, die Künstlerin die aufgrund ihres Liebeskummers emotionale Bilder erschaffen kann. Warum das nicht nur Blödsinn ist, sondern schlichtweg gefährlich sein kann, könnt ihr im Büchnerwald nachlesen.

Ihr macht beim CampNaNo mit und kommt einfach nicht weiter? Oder steckt ihr einfach generell in eurem Manuskript fest? Dann hat Nina Hasse 5 Schreibtipps, die euch vielleicht weiterhelfen werden. Und wer direkt auf der Seite bleiben möchte, kann sich ihren Artikel zum Thema Die Macht der Worte anschauen. Dort erklärt sie, wie man sich oft unterbewusst durch die eigene Sprache selbst schadet.

 

Was ist für euch die größte Sünde beim Selfpublishing? Wie steht ihr zu Stereotypen gegenüber dem Autorentum und macht ihr beim CampNaNo mit?

Gruppenbild (by Elenor Avelle)

Mein erstes Mal: Leipziger Buchmesse.

Ein Erfahrungsbericht.

(Diandra Linnemann)

In der Gruppe sind Menschen bekanntermaßen mutiger als alleine. Das ist die einzige logische Erklärung, die ich dafür habe, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse war, als winziges Rädchen im Nornengetriebe. Während mein Freundeskreis nämlich seit Jahren jedes Jahr mutig in die heiße Schlacht an den Messeständen zieht, hatte ich mich bislang nie getraut. Zu viele Leute, zu viele Eindrücke. Jetzt allerdings hieß es: Augen zu und durch. Unser Organisatorinnenteam hatte nämlich mächtig vorgelegt, und kneifen wollte ich auch nicht. Zum Glück, kann ich im Nachhinein nur sagen.

Aber alles auf Anfang. In den Tagen vor der Messe geriet der Postbote ganz schön ins Schwitzen. Da wurden Bücher angeliefert, Tische bestellt (solche mit Beinen, nicht die im Restaurant), Last-Minute-Dokumente abgeliefert, und auch sonst war es schlimmer als gewöhnlich. Außerdem wollte der Hariboshop dringend geplündert werden, um die Versorgung mit überlebenswichtiger Energie sicherzustellen. Um Transport und Unterkunft musste ich mir, Auto und Familie sei Dank, keine Sorgen machen – auch so war ich ein neurotisches Wrack (das ist eine meiner liebenswerteren Eigenschaften).

Natürlich hatten wir einen Plan, und der beinhaltete unter anderem den Aufbau ab Donnerstagnachmittag. Von der Messe bekamen wir einen leeren Stand hingesetzt, den wir uns nach eigenen Vorstellungen dekorieren konnten.

Der Stand

Der Stand (by Diandra Linnemann)

Dank der hervorragenden Planung, an der ich komplett unbeteiligt war, und etlicher fleißiger Nornen war der Aufbau auch schnell erledigt:

Fertiger Stand (by Diandra Linnemann)

Fertiger Stand (by Diandra Linnemann)

Am nächsten Morgen ging es direkt zur Sache. In wechselnder Besetzung wurden Nornen zur Standbetreuung und zur Verlosung eingesetzt – also, nicht dass ihr denkt, wir hätten Nornen verlost, aber jeder Besucher durfte (sogar mehrmals!) in den Schicksalskelch greifen und konnte wunderschöne Kleinigkeiten zum Nornennetz und den verschiedenen Büchern gewinnen. Nicht einmal die Nieten waren richtige Nieten, denn statt materieller Gewinne konnte man im quasi schlimmsten Fall mit einem Zitat aus einem der Nornenbücher nach Hause gehen – wie bei literarischen Glückskeksen. Und ich war wirklich überrascht, wie oft die Zitategewinner meinten, das gezogene Zitat passe genau auf ihre Situation. Ob an dieser Sache mit Nornen und Schicksal vielleicht doch etwas dran ist?

Der Schicksalskelch (by Elenor Avelle)

Der Schicksalskelch (by Elenor Avelle)

Großes Aufsehen erregten auch die von Elenor Avelle in liebevoller Handarbeit – die Frau ist wahnsinnig, ich sag’s euch … vor allem wahnsinnig talentiert! – gestalteten Boxen, aus denen man Gewinne ziehen konnte.

Nornenboxen (by Susann Julieva)

Nornenboxen (by Susann Julieva)

Wenn gerade nicht gelost wurde, fanden am Stand unterschiedliche Lesungen statt, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Auch wenn einige der Lesenden durch den üblichen Messelärm in der Halle ziemlich herausgefordert wurden, war das Abenteuer Lesung dank Technik und eimerweise moralischer Unterstützung ein voller Erfolg.

Lesung von Anne Zandt (by T. S. Elin)

Lesung von Anne Zandt (by T. S. Elin)

Und natürlich gab es den Nornentalk, den ich leider verpasst hatte und glücklicherweise hier nachhören konnte:  https://voicerepublic.com/talks/das-nornennetz. Das Interesse war auf jeden Fall groß, und nach dem, was ich mitbekommen habe, kommen die Nornen insgesamt gut an.

Nornentalk (by Ela Schnittke)

Nornentalk (by Ela Schnittke)

Alles in allem war ich extrem überrascht, wie reibungslos sich die Zusammenarbeit und Durchführung gestalteten – schließlich waren viele von uns einander vorher höchstens online begegnet, und unter Stress prallen schonmal unterschiedliche Charaktere aufeinander. Entgegen dem, was jedoch über Frauen leichthin gesagt wird, gab es keine „Stutenbissigkeit“, stattdessen konnte sich jede der Anwesenden nach Temperament, Talent und persönlichem Energielevel einbringen. Und ich glaube, diese großartige Zusammenarbeit übertrug sich auch auf das Publikum, das den Stand meistens üppig belegte.

Großer Andrang (by T. S. Elin)

Großer Andrang (by T. S. Elin)

Nicht einmal das Post-Messe-Trauma, vor dem ich persönlich ein wenig Bammel hatte, konnte uns einen Strich durch die Rechnung machen. Mit einer letzten heroischen Anstrengung war der Stand nach Messeende innerhalb kürzester Zeit verpackt und auf die verschiedenen Nornen verteilt.

Abbau (by Elenor Avelle)

Abbau (by Elenor Avelle)

Letztendlich war mein erster Messebesuch folglich ein voller Erfolg – und ich freue mich darauf, mit den Nornen noch viele andere wilde Aktionen durchzuführen. Bis zum nächsten Mal!

Gruppenbild (by Elenor Avelle)

Gruppenbild (by Elenor Avelle)

 

Fragefreitag: Welches Buch/welcher Film hat dich inspiriert?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Natalie Winter: Dracula von Bram Stoker und die Sherlock Holmes Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle.

Janna RuthSo viele: Les Miserables von Victor Hugo, Wenn Träume fliegen lernen, Fame, die Kinderserie Es war einmal das Leben

Ella Boulaich: Star Wars, Der Herr der Ringe, Labyrinth, Indiana Jones; Die Bücher der Vergessenen Königreiche (Drizzt Do‘ Urden) und und und ….

Elenor Avelle: Jeder auf seine eigene Weise, selbst diejenigen, die ich nicht gut finde. Bewusst nach Inspiration gesucht habe ich beim letzten Gucken von Mansfield Park, da ich die richtige Einstellung zu meinen Charakteren brauchte. Es ging darum, einen egoistischen Mann charmant darzustellen.

Jana Jeworreck alias Moira: Orlando von Virginia Woolf, Die Königin der Verdammten von Anne Rice, jedes Buch von Charlotte Link aufgrund ihres tollen Schreibstils, Die Wolfsfrau von Clarissa Pinkola Estés

M.D. Grand: Die ersten Bücher, die mich jemals zum Schreiben animiert haben waren Die Chroniken von Mirad von Ralf Isau, Das Geheimnis von Darkwater Hall von Catherine Fisher und natürlich Harry Potter.

Michelle Janßen: Definitiv Cornelia Funke. Ihre Bücher haben mich als Kind dazu gebracht vom Schreiben zu träumen. Ich wollte anderen Menschen ein Erlebnis geben wie sie mir. Außerdem die Bartimäusbände und die Schattentriologie von Brent Weeks. Es gibt noch eine Triologie die mich als Jugentliche total fasziniert hat, leider komme ich nicht mehr auf den Namen und suche seit 5 Jahren alle Fantasyregale danach ab. :/

Karin (e.) Novotny alias EmmaN: Die Erdzauber-Trilogie von Patricia McKillip,Wenn Voiha erwacht von Joy Chant, die Darkover-Geschichten von Marion Zimmer-Bradley. Um nur einige Bücher zu nennen. Filme? Sherlock, Dr. Who, Star Trek, Robin Hood

Babsi alias Bluesiren: So ziemlich alles, was ich je gelesen oder gesehen habe. Wenn nicht positiv, dann eben ein „Was ich nie schreiben möchte“ 😀

Diandra Linnemann: Ich glaube, der erste Film, der mich zum Schreiben inspiriert hat, war Die unendliche Geschichte – ich war noch ziemlich klein (gut, klein bin ich immer noch, aber damals war ich auch jung!) und habe damals begriffen, dass Bücher gemacht werden. Von Leuten mit Geschichten im Kopf, so wie mir.

Jasmin Engel: Bei den Filmen ist Interstellar dabei, Constantine, Der Mann der vom Himmel fiel mit David Bowie, die Serie Lost, bei den Büchern sind es mehr als ich hier aufzählen könnte, was Lyrik angeht auf jeden Fall die des Mystikers Rumi.

June Is: Pulp Fiction

Tiphaine Somer Elin: Definitiv die gesammelten Werke von Wilhelm Busch (wg. der Sprache), ansonsten verschmelzen bei mir alle Bücher/Filme oder sonstigen Eindrücke zu einem kreativen schwarzen Loch – unmöglich eine „Inspirationsquelle“ zu nennen – das Leben selbst ist Inspiration 🙂

Esther: Die ersten phantastischen Bücher, die ich selbst gelesen habe, prägen mich bis heute: Die unendliche Geschichte von Michael Ende und die fünf Bände von Wintersonnenwende von Susan Cooper.

Eva-Maria Obermann alias Variemaa: Im Grunde prägt mich jedes Buch und jeder Film ein bisschen, selbst wenn ich nur lerne, wie ich es nicht machen will. Besonders sind hier aber die Time Master Trilogie von Luise Cooper zu erwähne, die Scheibenweltromane von Terry Prattchet, Siddharta von Hesse und Endes Momo.

Inspirierende Frauen – Inspiration in Alltagsheldinnen finden (Michelle Janßen)

Inspiration ist ein wichtiger Part im Leben einer jeden Schriftstellerin*. Doch wo findet man Inspiration in der heutigen Welt? Wo bekommen wir diesen Kick, der uns weiter vorantreibt, wenn wir denken wir haben unser Limit erreicht?

In den letzten Wochen haben wir auf diesem Blog über Inspiration durch Frauen aus der Vergangenheit und aus der Literatur gesprochen. Heute beschäftigen wir uns mit der Gegenwart. Doch obwohl es viele bekannte Autorinnen gibt, die als Inspirationsquelle dienen können und es mehr starke Frauenfiguren denn je in den Medien gibt, soll es heute um etwas kleineres gehen. Etwas alltägliches.

Inspiration in den Frauen um uns herum. Denn auch, wenn wir alle gerne zu unseren Bücherheldinnen und Lieblingsautorinnen aufschauen, uns an ihnen messen und aus ihnen schöpfen, so sind es doch die Alltagsheldinnen die letztendlich am meisten Einfluss üben.

Sei es nun die eigene Mutter oder die Großmutter, deren Leben uns anhält politisch wach zu bleiben und zu schreiben oder das Kind, für das wir Kinderbücher erschaffen, so magisch wie die Kindheit selbst. Sei es die beste Freundin, die Arbeitskollegin oder – wie in unserem Fall – ein ganzes Netzwerk voller wunderbarer, fantastischer Frauen.

Woher, wenn nicht aus dem Umgang mit den Menschen um uns, schöpfen wir Inspiration? Woher, wenn nicht aus den Frauen, die unser Leben täglich bestimmen?

Ich** persönlich erhalte sehr viel meiner Inspiration aus meinem Freundeskreis. Ich habe das Glück, dass ich viele starke Frauen* mit wundervollen Persönlichkeiten kennen darf. Manche sind schon Mutter geworden, als ich noch nicht mal wusste, was ich studieren möchte. Andere sind so selbstbestimmt, dass manche Männer Angst vor ihnen haben und wieder andere schreiben selbst und lassen sich – wenn ich ganz viel Glück habe – auf gemeinsame Schreibstunden ein, in denen ich vor Inspiration nur so strotze.

Diese Frauen zu finden ist die Aufgabe, welche wir vom Nornennetzwerk euch heute geben. Sehr euch in eurem Leben um und wenn ihr sie seht, sagt danke. Denn was wären wir, ohne die Alltagsheldinnen unserer Inspiration.

**Autorin des Beitrags ist Michelle Janßen

Nornengestöber – 29.10

Sonntag ist Nornengestöbertag! Heute wird es Feministisch. Über Frauen in der Liebesliteratur, Frauenliteratur, Klischees und mehr könnt ihr euch heute informieren. Außerdem diese Woche dabei sind Artikel über das Gedicht als aussterbendes Medium und die Faszination von Gewalt in der Literatur.

Das Werk von Fantasyautorinnen wird viel zu oft nicht gewürdigt. Im Rahmen der Autorinnenzeit Anfang des Jahres hat Nike Leonard auf ihren Blog eine Reihe über weibliche Autorinnen des Genres gestartet. Beispiele findet ihr hier und hier.

Ebenfalls aus der Autorinnenzeit stammen die Beiträge von Michelle Janßen über den Begriff der Frauenliteratur und die toxische Rolle der Frauen in der (Liebes)Literatur. Passend dazu empfehlen wir euch den Beitrag des Nornennetzes über inspirierende Frauen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Weitere Stereotype und ihre Rolle in Romanen zählen Frau Schreibseele in ihrem Beitrag über Klischees in der Liebesliteratur und Elea Brandt in Das böse K-Wort auf.

Über starke Frauen in Büchern berichtet Schreibwahnsinn. Warum wir Feminismus noch brauchen und es kein Quatsch ist, der Frauen über Männer stellt erklärt Bücherkrähe hier. Auf ihrem Blog findet ihr auch jede Menge wichtige Beiträge und Sammlungen zum Thema.

Wann hast du das letzte Mal ein Gedicht gelesen? Germanistik- und Literaturstudium als Grund zählen nicht. So ganz privat und aus eigenem Interesse?
Das Gedicht war über Jahrhunderte eines der wichtigsten schriftlichen Medien der Literatur. Ein Plädoyer für das Lesen von Gedichten auch in unserer modernen Zeit findet ihr bei Eva-Maria Obermann.

Warum lesen und sehen wir so gerne Gewalt in fiktionalen Werken? Über die Häufungen von Mord und Todschlag in der Popkultur könnt ihr beim Bücherstadtkurier nachlesen. Warum eine unserer Nornen, Katherina Ushachov, so gerne Gewalt und Tod in ihre Bücher einbaut schreibt sie hier.

Zum Abschluss möchten wir euch nochmal auf unsere Halloweenaktion Totentanz mit den Nornen hinweisen. Zwei Tage lang, vom 31.10. bis zum 01.11., könnt ihr kurze Horrorgeschichten von unseren Nornen entdecken.

 

Fragefreitag: Macht Ihr beim NaNoWriMo 2017 mit und wenn ja warum?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Der NaNoWriMo steht vor der Tür! Seid ihr bereit? Nein? Macht nichts, wir auch nicht. Heute beantworten wir die Frage, welche unserer Nornen beim NaNo mitmachen und warum.

Katharina Ushachov: Ja. Sagen wir es so, man kann sich dem NaNoWriMo schlicht nicht entziehen. Meinen ersten NaNo habe ich eigentlich nur mitgemacht, weil ich wissen wollte, ob ich die 50k schaffe. Mit einem Projekt, das nur für mich geschrieben wurde und nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird (auch wenn ich einige Ausschnitte davon genutzt habe, eine KG-Auskopplung ist unter „Gespielinnen“ veröffentlicht. Und dann … war es der Sog, auch im Social Media. Ich weiß noch, wie ich 2014 nicht teilnehmen konnte und gelitten habe wie ein Hund, weil alle um mich herum den NaNo schreiben, nur ich nicht. Meine Rohfassungen werden normalerweise eher kurz und ich muss Romane zügig fertigstellen, um den Elan nicht mittendrin zu verlieren. Da ist der NaNoWriMo perfekt, um meine langen Romane (haha, lang, ich rede von so ca. 65k) jeweils in einem Monat zu beenden. Und der NaNoWriMo im Tintenzirkel, einem wunderbaren Autorenforum, ist sowieso legendär, da muss man mitmachen.

Janna RuthJa, auf jeden Fall. Für mich war der NaNo 2014 ein Schlüsselpunkt. Jahrelang dachte ich, ich hätte nicht genug Zeit und in diesem Jahr wagte ich den Sprung. Aber nicht nur das, ich ließ mich auch vollkommen auf die Arbeitsweise des NaNos (erst schreiben, dann überarbeiten) ein und plötzlich konnte ich Bücher schreiben. Vorher habe ich Dutzende angefangen, aber nie etwas zu Ende gebracht, das hat sich mit dem NaNo geändert. Inzwischen kann ich beim NaNo auch 170000 Wörter in einem Monat schreiben, aber die Wortzahl ist nicht wichtig. Mein Ziel ist es immer, am Ende ein fertiges Buch zu haben, egal wie lang. Dieses Jahr wird es bei mir historisch.

Michelle Janßen: Ja. Der NaNo ist so unheimlich motivierend. Davor erschien es als Mammutprojekt ein Buch zu Ende zu schreiben. Immer wieder hatte ich neue Ideen und so wirklich fertig gebracht hatte ich nur Dramen und Kurzgeschichten. Nie etwas über 30k. Und dann kam der NaNo 2015. Ich weiß nicht, ob es die Verpflichtung ist, die Motivation durch andere oder einfach die Tatsache, dass man das nur einmal im Jahr hat. Der NaNo ist seit 2015 Teil meines Lebens und das wird auch so bleiben.

EmmaN alias Karin (e.) NovotnyJa, zum ersten Mal. Bin gespannt.

Babsi alias Bluesiren: Ja, es drängt mich einfach immer. Ich werde vermutlich teils überarbeiten und teils ein sehr lästiges Plotbunny mit einer modernen, bösen Hexe aufschreiben.

Hier findet ihr die offiziellen Twitteraccounts vom NaNo und NaNoGermany. Dort finden Sprints statt, es gibt Hilfe fürs Plotten und jeden Tag werden Fragen gestellt anhand derer ihr eure Charaktere ausbauen könnt.

Elea Brandt: Auf jeden Fall, der Nano ist die produktivste Zeit im Jahr, vor allem, wenn am ihn gemeinsam angeht. Dann zählen nicht (nur) die Worte, sondern die Freude, gemeinsam etwas zu schaffen.

Variemaa alias Eva-Maria Obermann: Ja. Ich komme in manchen Monaten kaum zum literarischen schreiben, weil meine Dissertation immer Vorrang hat. Im November schreibe ich aber literarisch und überarbeite an der Dissertation nur oder lese Forschungsliteratur. So kommen sich die beiden nicht so oft in die Quere und es ist eine Art ganz persönlicher Perspektivenwechsel. Oft sehe ich danach auch die Dissertation frischer und habe mehr Energie dafür.

NEU: Biss zum letzten Akt von Nike Leonhard

Autorin: Nike Leonhard
Titel: Biss zum letzten Akt
Reihe: Codex Aureus (5)
Genre / Subgenre: Urban Fantasy/Vampire
Klappentext: Die moderne Gesellschaft stellt Vampire vor neue Herausforderungen. Das muss auch Silke feststellen, die als Ex-Junkie einiges gewöhnt ist. Immer wieder machen ihr die deutsche Bürokratie und allzu neugierige Nachbarn zu schaffen. Und weit und breit keine geheime Vampirgesellschaft, die hilft. Silke entwickelt einen Plan, um endgültig unterzutauchen. Aber vorher gibt es noch einiges zu erledigen.
Buch kaufen

NEU: 4 für die Liebe von Susann Julieva

Autorin: Susann Julieva
Titel: Sturmherzen
Erschienen in der Anthologie: 4 für die Liebe: Elemente
Genre / Subgenre: Fantasy, Gay Romance
Klappentext: Man nehme einen heißen Elfenschmied, einen kühlen Meermann, einen leichtsinnigen Luftgeist und einen bodenständigen Gestaltwandler – fertig ist die „elementare“ Geschichtensammlung rund um Feuer, Wasser, Luft und Erde. M.S. Kelts, Karo Stein, Susann Julieva und Cat T. Mad laden zu romantischen Lesestunden ein! Vier packende Gay Fantasy-Geschichten, die mal ernst, mal humorvoll von Sinnlichkeit, Schmerz und großer Liebe erzählen, die keine Grenzen kennt.
Buch kaufen

NEU: Bärenbrut von Nora Bendzko

Autorin: Nora Bendzko
Titel: Bärenbrut
Reihe / Serie: Nora Bendzkos Galgenmärchen (3)
Genre / Subgenre: Dark Fantasy Drama
Klappentext: — Nie wird Thorben den Anblick seines toten Vaters vergessen: zerfleischt von einem Bären. — Nachdem er den Schrecken des Krieges nur knapp entronnen ist, baut er sich als Jäger ein neues Leben auf. Er heiratet, bekommt einen Sohn. Doch die Menschen in seinem Dorf sind ihm gegenüber misstrauisch. Ein Fluch soll auf seiner Familie lasten. Als seine lang verschollene Mutter wieder auftaucht und ihr der Tod ihres Mannes beigebracht werden muss, brodeln die Gerüchte von damals wieder. Thorbens Vater sei nicht von einem Bären getötet worden, heißt es. Ein Mensch in Bärenhaut habe die Bluttat begangen … ein Gestaltwandler. Was ihn auch getötet hat, es lauert noch immer im Dorf – und Thorben muss sich ihm stellen. Wenn nicht für seinen Vater, dann um sich und seine Liebsten zu schützen. — Das Prequel zur preisnominierten Novelle »Wolfssucht«: Eine dunkelfantastische Kurzgeschichte in 5 Teilen zur Vorzeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das Grimm’sche Märchen »Der Bärenhäuter«. Die exklusive, nicht im Handel angebotene Druckversion umfasst 70 Seiten.
Buch kaufen