Problem Schreibblockade

Egal in welchem Genre man schreibt, egal wie lange man schon dabei uns ganz egal, wie viele seiner Geschichten man schon veröffentlicht hat … es gibt Dinge, die jede/r Autor/in kennt. Eines davon ist die “Schreibblockade”.

So unterschiedlich wie wir Autor/innen sind auch die Blockaden sowie die Strategien, sie zu bekämpfen. Während die haushaltsführenden Autor/innen dazu tendieren, praktische Dinge wie aufräumen, bügeln usw.  zu erledigen, gibt es noch die Analysten, die versuchen das Problem sofort und auf der Stelle an der Wurzel zu packen, um es los zu werden.

Es gibt unzählige Schreibratgeber, Blogbeiträge und Artikel in Schreibzeitschriften, die sich damit befassen und Lösungsvorschläge anbieten. Genau wie dieser Artikel haben sie eines gemeinsam: Es gibt nicht DIE Lösung … jede/r Autor/in ist anders. Auch der Grund für das “Weiße Blatt Syndrom” ist nicht immer gleich.

Für mich haben sie was von einer Depression. Prinzipiell weiß ich ganz genau, was ich tun sollte oder eben auch nicht. Trotzdem bin ich nicht in der Lage den Laptop einfach zu zuklappen, das Manuskript darin für ein paar Tage liegen zu lassen oder mich um ein anderes Projekt zu kümmern. Immer und immer wieder landen eine Gedanken bei genau dem Problem, das mich gerade am weiterschreiben hindert. Sei es ein – im nachhinein erkenne ich das klar und deutlich – kleines Plotproblem, oder der Prota, der eben gerade nicht vernünftig sein möchte.

Und dann gibt es da noch das “echte Leben”, kranke Familienangehörige, Überstunden, Geburtstage die vorbereitet werden wollen, zusätzliche Trainingseinheiten der Kinder vor Turnieren usw. sind Herausforderungen, die angenommen werden wollen. Und manchmal bleibt dann keine Zeit mehr fürs Schreiben. Nehmt sie Euch trotzdem! Jeder kennt das Sprichwort “Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.” Stimmt tatsächlich. Jeder, der schon mal den NaNo durchgehalten hat, auch ohne erreichte Wortzahl, weiß wie toll es sich anfühlt jeden Tag wenigstens ein bisschen zu schreiben. “Kleinvieh macht auch Mist”, kennt auch jeder …

Bei mir hat sich gezeigt, dass es mir gut tut, mit meinem – immer in der Tasche befindlichen – Notizzeug raus zu gehen. Cafés, die Bibliothek, warten beim Zahnarzt … ich kann überall besser schreiben, als daheim am Schreibtisch, besonders wenn mich eine Szene total stresst. Was dabei raus kommt ist nicht immer gut, aber das Gefühl erst mal über den Punkt weg zu sein hilft.

Vielleicht ist es auch für Euch eine Idee, einfach mal woanders, mit anderem Schreibgerät zu schreiben. Ein tolles Notizbuch (passend zum Thema der Geschichte), ein neuer Stift (ich liebe Gelschreiber, die flitzen nur so übers Papier) das sind alles Kleinigkeiten, die mich aufbauen, wenn ich kurz vor dem Ausflippen/Hinschmeißen/Verzweifeln bin.

Hier https://twitter.com/Ridani76/status/955363503031902208 haben ein paar liebe Kolleginnen und Kollegen die Frage: “Was tut ihr gegen die (drohende) Schreibblockade?“ netterweise für mich beantwortet.

Ein Beitrag von Irina Christmann.

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Toller Tipp! Diese Woche habe ich am Ende meines aktuellen Projekts gehangen … statt der geplanten tausend Wort pro Tag (in max. einer Stunde) ging es schleppend vorwärts. Bis ich mir Zettel und Stift (und das Sofa) geschnappt habe, um das Problem von Hand zu beleuchten. Danach lief es wieder. Nicht unbedingt rund, aber es lief. ^^