Nornengestöber zum Muttertag

Auch Mütter schreiben Bücher, nicht jede Frau will Mutter werden, oder kann es. Im Grunde ist Muttertag doch schon lange kein Ehrentag mehr, sondern eine Ausrede, 354 weitere Tage auf Müttern herum zu trampeln und gleichzeitig Mutterschaft als das Ultimo im Leben eine Frau zu mystifizieren. Darum gibt es heute bei uns die etwas andere #Nornenstöberrunde zum Muttertag.

Schreiben mit Leidenschaft – wer braucht da Freizeit?

Starke Frauen sind toll – aber manchmal gar nicht so leicht zu finden. Weder in der Literatur, noch in der Realität. Janine von Frau Hemingway hat eine interessante Buch-Liste erstellt, die einen Einstieg erleichtert und auch manch starke Frau noch überraschen kann.

Auch, wenn Schreiben nicht literarisch gemeint ist, ist die Organisation zwischen Kindern und Text nicht immer leicht. Einen guten Einblick zum Promovieren mit Kind findet ihr bei Janine. Der ganz normale Wahnsinn zwischen Schreiben und Erziehung, den auch Autor*innen mit Kindern gut kennen.

Auch als Thema in der Literatur eignet sich Mutterschaft. So zum Beispiel bei Antonia Baum. In der Berliner Morgenpost haben wir dazu einen lesenswerten Beitrag gefunden.

Auch unter den Nornen sind Mütter immer mal wieder ein Thema. Ganz vorne mit dabei ist da Tina Skupin, deren Roman Die Supermamas Mutterschaft und Superkraft auf amüsante wie interessante Weise verknüpft.

Erst gestern fand in Berlin die Demo #gegenKinderarmut in Berlin statt. Eine der Engagierten, die sich als Rednerin für Mütter und Alleinerziehende bereits einen Namen gemacht hat, ist Dr. Christine Fink. Mit ihrem Blog Mama arbeitet und in diversen anderen Medien macht sie regelmäßig darauf aufmerksam, dass „Familie“ in Deutschland eine eigenartige Definition erfährt und wie viele dabei benachteiligt werden. Und ja, sie ist auch Autorin.

Dass Mütter noch immer vom Arbeitsmarkt verdrängt werden und statt eines fraglichen Tages im Mai lieber mehr auf Gleichberechtigung, Betreuungsangeboten und der Entmystifizierung der Mutterrolle gearbeitet werden sollte, könnt ihr bei Face2Face nachlesen.

Auch ein Tabu-Thema ist dabei das Thema Risikoschwangerschaften. Diesem nähert sich Eva von Schreibtrieb – der Buchblog über das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) an. In ihrem Mai-Monatsspecial berichtet sie nicht nur von ihrer eigenen Erfahrung mit der Erkrankung, sondern spricht mit Fachleuten und erklärt, was Hyperemesis überhaupt ist und warum es dem Stereotyp der glücklichen Schwangeren so im Wege steht.

Einen historischen Blick auf die Mutterrolle bietet Planet Wissen mit mehreren Stationen rund um den Muttermythos. Angefangen bei Luise von Preußen bis hin zur heutigen Ambivalenz der Mutterfiguren.

Ein ganz anderes Tabu wird mit Andrea Roedigers Artikel über Mütter, die ihre Kinder verlassen haben, gebrochen. Auch Jahre nach #regrettingmotherhood wird die Frau noch immer verteufelt, sobald sie ihrer Familie den Rücken gekehrt hat.

Wie schreibende Mütter den Alltag meistern könnt ihr unter #Mamaschreibt nachlesen. Beispielsweise bei Nike Leonhard, die nach einem normalen Tag Bilanz zieht.

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