Nornengestöber und Sexismus

Das Nornennetz hat sich gegründet, um Frauen in den fantastischen Genres zu fördern, weil sie hier oft benachteiligt werden. Bei unserem Nornentalk auf der LBM haben wir darüber geredet und es wurde begeistert aufgenommen. Denn das Thema ist wichtig und reiht sich ein in die Kritik am Sexismus. Darum wird es heute mal ernst bei der Stöberrunde. Wir haben ein paar wirklich lesenswerte Artikel für euch, die verschiedene Aspekte betrachten.

Immer wieder hören wir das Argument, Feminismus sein unnötig, Sexismus eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Ein schönes Wunschdenken, das vielleicht die glauben, die selbst nie bewusst Diskriminierung erfahren haben. Dass die aber nicht immer so offensichtlich und gerade Frauen ihre Stimme kostet, zeigt die FAZ in einem tollen Beitrag darüber, wie Frauen zum Schweigen gebracht werden.

Deutschlandfunk dagegen greift auf, dass Feminismus als Handelsmarke inszeniert wird. Ja, auch hier ist nicht alles rosarot, sondern es geht manchmal mehr ums „Verkaufen“, als die eigentliche Sache. Ungemein wichtig, sich das vor Augen zu führen.

Sehr interessant ist auch der Beitrag auf DerStandard von einem Mann, der die fehlenden Frauen in seiner Branche anprangert. Großartig zeigt er, wie Sexismus manchmal schleichend und unerkannt seine Kreise zieht, auch wenn wir das gar nicht wollen.

Wie weit das Thema eigentlich reicht zeigt diese Sammlung beim Guardian von Essays bekannter Schriftstellerinnen, die sich fragen, ob Frauen und Männer in 100 Jahren denn endlich einmal gleichberechtigt sein werden.

Wie aktuell das Thema Sexismus ist zeigt auch der Beitrag unserer Norne Eva-Maria Obermann, die auf ihrem Buchblog zur Abtreibungsproblematik und der Heuchelei dahinter geschrieben hat.

Natürlich macht Sexismus vor der Popkultur. nicht halt. Geekgeflüster hat im November einen großartigen Beitrag über Frauenrüstungen in Games und darüber hinaus geschrieben.

Wie früh die soziale Prägung auf männliche und weibliche Stereotype erfolgt hat Vera von Chaoskingdom in ihrem Beitrag zu Rosa und Blau aufgezeigt.

Die Auswirkungen sind manchmal regelrecht erschreckend. Elea Brand erklärt, wie die Romantisierung von Missbrauchsbeziehungen in der Literatur auch die Meinung der Gesellschaft beeinflussen und dass das gar nicht gut ist.

Auch Elenor Avelle hat sich Geschlechterklischees vorgenommen, zerlegt am Beispiel des Films Valerian. Denn Kultur und Gesellschaft bedingen sich immer gegenseitig und ein solches Frauenbild wollen wir nicht!

Unter dem Hashtag #FemaleFriday werden jede Woche starke, folgenswerte Frauen aus unterschiedlichen Bereichen vorgestellt. Es gibt jetzt auch eine deutsche Facebookseite dazu.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich danke euch sehr für die Erwähnung! Es ist wirklich ganz wunderbar! VIELEN DANK! ❤

    Es werden aufjedenfall noch mehr Beiträge dazu kommen!

    xoxo Vera

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  2. Pingback: Linkliebe № 16 | LexasLeben

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