Fragefreitag: Kommen in deinen Büchern Eltern zentral vor?

Gestern war Christi Himmelfahrt – vielen besser bekannt als Vatertag oder Herrentag – und übermorgen bereits wird Muttertag sein. Der ideale Zeitpunkt, um zu reflektieren, ob auch in unseren Büchern Mamas und Papas vorkommen, oder ob wir sie wenn, dann lediglich als Nebenfiguren zeigen. Macht mit und verratet uns unter #NornenFrageFreitag: Kommen in deinen Büchern Eltern zentral vor oder schreibst du eher kinderlose Figuren?

Schreiben mit Leidenschaft – wer braucht da Freizeit?

Cazze: Bei meinem aktuellen Projekt kommen die Eltern vor und sind so etwas wie Mini-Anthagonisten (Pubertät ist ja schließlich das, wo die Eltern schwierig werden ^^). In einem anderen Projekt sind eher die Großeltern wichtig und in meinen restlichen Projekten sind sie eher unwichtig bis nicht vorhanden.

Tiphaine Somer Elin: In meiner Serie kommt das Thema Eltern/Familie vor, allerdings zeigt sich das noch nicht oder eher unterschwellig.

Katharina Ushachov aka EvanescaIch habe es mit ambivalenten Elternfiguren. In meinen kommenden Verlagsdebüt muss die Mutter ihre Kinder weggeben, weil der Vater ein … (Spoiler). In „Zarin Saltan“ wächst Anna bei der Mutter auf, da der Vater sich direkt nach dem Einwandern in Deutschland aus ihrem Leben verzieht. In „Unparallel“ habe ich einen fragwürdig handelnden Stiefvater, eine am Rad drehende Prota-Mutter und etliche Mütter, die nicht klischeehaften Mutterbild entsprechen, das man oft in der Literatur hat: Entweder ist die Mutter mütterlich oder tot. Keine Ahnung, warum eigentlich. Meine eigenen Eltern sind wundervolle Menschen und ich hatte eine super Kindheit.

Michelle Janßen: Ich habe das Gefühl, dass fast alle Bücher mit Waisen arbeiten – mich eingeschlossen. Keiner meiner Protas hat Eltern, außer in meinen Kinderbüchern. Whoops.

Jana Jeworreck aka Moira: Ein Familienfluch, die Last des Erbes, und Blut sind zentrale Elemente meiner derzeitigen Trilogie. Auch, welche langfristigen Folgen die Fehlentscheidungen der Eltern und Großeltern für die Nachkommen haben können und wie die Figuren damit umgehen. Gewürzt mit Glaubensfragen und Magie ergibt das eine schöne explosive Mischung.

Laura Kier: Meine Protagonistin Adara aus „Perfektion – Die Veränderten“ ist schwanger – zählt das? 😉 Bislang sind die meisten Protagonisten zu jung für Kinder. Aber das ist eher Zufall. Eltern sind für meine Charaktere (und mich) dennoch wichtige, oft zentrale Figuren.

Diandra Linnemann: Das wechselt – in „Magie hinter den sieben Bergen“ spielt die schwierige Beziehung zwischen Helena und ihrer Mutter eine große Rolle. Vor allem unterschiedliche Lebensgeschichten und Erwartungen machen alles kompliziert. Meine nächste Protagonistin wird auf jeden Fall selbst Mutter sein, das ist zentraler Bestandteil der Geschichte.

Alexandra Bauer: Eltern sind immer dabei. Die gehören doch zum Leben auch dazu! Das wäre ja genauso, als würden die Kinder fehlen, dann habe ich auch keinen Prota 😉

Sarah König: Bisher habe ich zwar schon einmal von einem Vater (ein König) und einer Mutter (einer Königin) geschrieben, aber das war mehr, weil die Erben im Mittelpunkt standen. Ich denke bei meinen Büchern oft an „Sidekicks“, die ich im ersten Atemzug dann nutze und toll finde, aber leider im Laufe des Romans verliere, bis sie dann in der Überarbeitung rausfliegen. In meinen bisherigen Projekten wären das Kinder gewesen. Und fliegende Schweinedamen.

Karin (e.) Novotny alias EmmaN: Ich gebe zu ich schreibe über kinderlose Figuren. Die Nebenfiguren sind dafür mit Kindern gesegnet. Eltern kommen auch als Randfiguren vor. Mich interessiert mehr das Jetzt der Figuren, als ihre Familienkonstellation.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Meine längeren Geschichten arten irgendwie immer recht schnell zu „Familien“geschichten aus, da will dann jeder noch so popelige Nebencharakter plötzlich ne Hintergrundgeschichte, die bitte auch noch erzählt werden soll und sowieso und überhaupt! Kurios ist auch, dass ich recht häufig tote Mütter habe … da bin ich entweder Märchen-geschädigt oder hab mich schon unterbewusst lange im Vorfeld darauf vorbereitet, meine eigene Mutter verhältnismäßig früh zu verlieren.

Jasmin Engel: Mir fällt bei der Frage gerade auf, dass Eltern in meinen bisherigen Romanen eher nebenbei vorkommen, nicht zentral.

June IsEltern haben bei mir immer sehr coole Rollen, wenn sie mal vorkommen. Tröster, Unterstützer, Seelenheiler.

Jule ReichertDas kommt ganz auf die Geschichte an. Der Protagonist meines All Age-Projektes hat beide Eltern – und ja, für einen Zwölfjährigen bedeutet das großes Konflikprotetial. Die Protagonistin meines Blogromans hingegen ist in einem Waisenhaus aufgewachsen, was auch einen roten Faden in der Geschichte bildert.

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