Elenor Avelle: Wo kommt der Zombie her? #Fabelwesen

Fabelwesen im Nornennetz 

Eine vielfältig verwendete Figur in postapokalyptischen Geschichten ist der Zombie. Das Wort Zombie leitet sich aus der zentralafrikanischen Sprache Kimbundu vom Wort nzùmbe ab, was erst einmal einfach nur Totengeist heißt. An sogenannte Wiederkehrer glaubten Menschen aller Epochen, was vermutlich auf Scheintoterlebnissen basiert, bei denen Menschen wegen geringer Körperfunktionen für tot gehalten wurden und nach dem Erwachen als wiederauferstanden galten. Wie viele vermeintlich Tote wohl bei der Totenwache niedergekeult wurden, als ihr Metabolismus wieder hochfuhr, weil man sie für Wiederkehrer hielt?

Der eigentliche Begriff Zombie und der Einzug der untoten Romanfigur begann im frühen 20. Jahrhundert, als die U.S.-Streitkräfte von 1915 bis 1934 Haiti besetzten und mit dem Voodoo-Kult und dem kreolischen Wort zonbi in Berührung kamen. Voodoo-Priestern wird die Fähigkeit nachgesagt Menschenkörper wiederbeleben zu können. Den Scheintot suggerieren sie mittels einer Mixtur, die Kugelfischgift in geringen Mengen und Juckpulver enthält. Durch das dadurch erzwungene Kratzen gelangen die Inhaltsstoffe des Pulvers in die Blutbahn. Sobald die Wirkung des Giftes wieder nachlässt, erscheint das Erwachen des Vergifteten wie Magie. Diese Rituale sollen als Sanktion gegen Straftäter eingesetzt worden sein, die durch die weitere Verabreichung von Atropin in Sklaverei gehalten wurden und den Zombie-Mythos so aufrechterhalten haben. 

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https://de.wikipedia.org/wiki/Zombie

http://www.zombies-im-netz.de/der-ursprung-des-zombie-mythos/

http://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/atropin/1038

 

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M. Stadelmann, A. Mirowna, B. Unghulescu, Mikaela Sandberg mit SCHWEIG STILL und IM RAUSCH bei Ullstein. Freie Autorin, Lektorin, Ex-Verlegerin, Hat das #nornennetz mitgegründet

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