Nornengestöber und Diversität

Wir lieben Vielfalt. Deswegen gibt  es uns – weil wir die Vielfalt auf dem Buchmarkt stärken wollen und fantastische Autorinnen unterstützen, die immer noch seltener verlegt, schlechter platziert und so auch weniger gelesen werden. Doch das Feld der Diversität ist ein weites. Heute werfen wir einen Blick darauf in der #Nornenstöberrunde.

Die MaLisa Stiftung hat die Studie „Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland“ initiiert und dabei mit den vier größten deutschen TV-Gruppen zusammengearbeitet. Die Geschlechterdarstellung berücksichtigt unter anderem auch Alter und Migrationshintergrund. Wir hätten uns dazu auch gleich eine Untersuchung zu Sexualität, Aussehen und sozialem Hintergrund gewünscht, denn hier wird nur zwischen Mann und Frau unterschieden, weite Ebenen der Diversität werden überhaupt nicht angesprochen.

Dass die Aufgabe, die sich das Nornennetz gestellt hat, eine wichtige ist, erfahren wir immer wieder. Laura Kier hat jüngst erklärt, welche Aussagen sie über Fantastik-Autorinnen so hört und was dabei das Problem ist.

Vielfalt heißt auch, in verschiedene Bereiche zu blicken. So haben wir einen sehr interessanten Text über Rezensionen zu antiken Texten gefunden, die traditionell in Männerhand liegen. Warum das so ist und was sich hier zum Glück ändert, erklärt die Philosophin Andrea Günter auf Mythomania.

Ebenfalls auf Mythomania schaut Dr. jur, Barbara Degen, Feministische Juristin und Frauengeschichtsforscherin, auf Coming out – und dann?, ein Buch über die Erfahrungen von LSBTI-Jugendlichen, mit einem wissenschaftlichen Zugang.

Dass Autoren immer bemüht sind, authentische Charaktere zu schaffen, ist längst kein Geheimtipp mehr. Gerade im Bereich von Diskriminierungen und Diversität finden sich aber immer wieder Menschen, die von sich sagen, Experte darin zu sein. Gwen C. Katz hat sich den Roman eines Autors, der von sich selbst behauptet, authentische Frauenfiguren zu erschaffen, angeschaut und es ist regelrecht zum Fürchten. Auf Fried Phoenix steht, warum.

Diversität und der korrekten Darstellung steht oft eines gegenüber: Ignoranz. Wie das zusammenhängt und wo die Gefahr liegt, erklärt Jule Reichert auf ihrem Blog.

Dabei fängt die Wahrnehmung bereits früh an. Julieliest schrieb im März auf ihrem Blog über Diversität in Kinderbüchern und hat ein paar tolle Buchtipps – und auch das Gegenteil davon.

Auch die Bücherfrauen haben sich dieses Jahr schon das Thema Diversität vorgenommen und eine interessante Liste mit Buchempfehlungen zusammengestellt.

Elif bietet auf ihrem Blog immer wieder tolle Beiträge, die sich explizit auf das Thema Diversität beziehen. Sie hat eine Liste an Büchern von Autor*innen of Color erstellt, die Rassismus thematisieren.

Vielleicht kennt ihr Linus, der offen über seine Erfahrungen zum Thema trans schreibt. Er hat auch dazu eine Liste an empfehlenswerter Literatur zusammengestellt.

Nornengestöber zum Muttertag

Auch Mütter schreiben Bücher, nicht jede Frau will Mutter werden, oder kann es. Im Grunde ist Muttertag doch schon lange kein Ehrentag mehr, sondern eine Ausrede, 354 weitere Tage auf Müttern herum zu trampeln und gleichzeitig Mutterschaft als das Ultimo im Leben eine Frau zu mystifizieren. Darum gibt es heute bei uns die etwas andere #Nornenstöberrunde zum Muttertag.

Schreiben mit Leidenschaft – wer braucht da Freizeit?

Starke Frauen sind toll – aber manchmal gar nicht so leicht zu finden. Weder in der Literatur, noch in der Realität. Janine von Frau Hemingway hat eine interessante Buch-Liste erstellt, die einen Einstieg erleichtert und auch manch starke Frau noch überraschen kann.

Auch, wenn Schreiben nicht literarisch gemeint ist, ist die Organisation zwischen Kindern und Text nicht immer leicht. Einen guten Einblick zum Promovieren mit Kind findet ihr bei Janine. Der ganz normale Wahnsinn zwischen Schreiben und Erziehung, den auch Autor*innen mit Kindern gut kennen.

Auch als Thema in der Literatur eignet sich Mutterschaft. So zum Beispiel bei Antonia Baum. In der Berliner Morgenpost haben wir dazu einen lesenswerten Beitrag gefunden.

Auch unter den Nornen sind Mütter immer mal wieder ein Thema. Ganz vorne mit dabei ist da Tina Skupin, deren Roman Die Supermamas Mutterschaft und Superkraft auf amüsante wie interessante Weise verknüpft.

Erst gestern fand in Berlin die Demo #gegenKinderarmut in Berlin statt. Eine der Engagierten, die sich als Rednerin für Mütter und Alleinerziehende bereits einen Namen gemacht hat, ist Dr. Christine Fink. Mit ihrem Blog Mama arbeitet und in diversen anderen Medien macht sie regelmäßig darauf aufmerksam, dass „Familie“ in Deutschland eine eigenartige Definition erfährt und wie viele dabei benachteiligt werden. Und ja, sie ist auch Autorin.

Dass Mütter noch immer vom Arbeitsmarkt verdrängt werden und statt eines fraglichen Tages im Mai lieber mehr auf Gleichberechtigung, Betreuungsangeboten und der Entmystifizierung der Mutterrolle gearbeitet werden sollte, könnt ihr bei Face2Face nachlesen.

Auch ein Tabu-Thema ist dabei das Thema Risikoschwangerschaften. Diesem nähert sich Eva von Schreibtrieb – der Buchblog über das unstillbare Schwangerschaftserbrechen (Hyperemesis gravidarum) an. In ihrem Mai-Monatsspecial berichtet sie nicht nur von ihrer eigenen Erfahrung mit der Erkrankung, sondern spricht mit Fachleuten und erklärt, was Hyperemesis überhaupt ist und warum es dem Stereotyp der glücklichen Schwangeren so im Wege steht.

Einen historischen Blick auf die Mutterrolle bietet Planet Wissen mit mehreren Stationen rund um den Muttermythos. Angefangen bei Luise von Preußen bis hin zur heutigen Ambivalenz der Mutterfiguren.

Ein ganz anderes Tabu wird mit Andrea Roedigers Artikel über Mütter, die ihre Kinder verlassen haben, gebrochen. Auch Jahre nach #regrettingmotherhood wird die Frau noch immer verteufelt, sobald sie ihrer Familie den Rücken gekehrt hat.

Wie schreibende Mütter den Alltag meistern könnt ihr unter #Mamaschreibt nachlesen. Beispielsweise bei Nike Leonhard, die nach einem normalen Tag Bilanz zieht.

Nornengestöber mit Superkräften

Natürlich sind Nornen auch Superheldinnen, was habt ihr denn gedacht. Darum geht es heute im Nornengestöber um allerlei (angedichtete) Superkräfte. Wie geht Literatur damit um? Welche Kräfte sind super, obwohl wir es im Alltag nicht bemerken? Und natürlich schauen wir auch nach, wo die Superhelden unserer Zeit geblieben sind.

Anne Zandt aka Poisonpainter widmet sich in ihrer Nerdwoche dem Thema Superheldinnen mit allerlei Beiträgen, nicht nur auf ihrem Blog.

Der Deutschlandfunk widmet einen interessanten Beitrag der Frage, ob Superheldinnen in Comics und ihren Verfilmungen nun Sexismus oder Feminismus stark machen. Eine faszinierende Debatte. Was meint ihr dazu?

Einen ersten Überblick für alle, die mit weiblichen Superhelden nicht so vertraut sind, findet sich auf SciFiScene.

Dass Superhelden und Superheldinnen auch immer auf aktuelle Konflikte verweisen, könnt ihr in einem Video-Mitschnitt von Jens Balzer bei der Heinrich-Böll-Stiftung nachsehen. Ein schöner Blick mit Tiefe auf die Helden, die wir so lieben.

Auf jeden Fall super ist die Aktion #redmylips, zu der Anna von Ink of Books einen ernsthaften und gleichzeitig mitreißenden Beitrag geschrieben hat. Warum roter Lippenstift voll Stolz getragen werden sollte, lest ihr hier.

Passend dazu gibt es eine Aktion der FrauenBeratung „Superheldin gegen Gewalt“. Ein toller Kurzfilm, der zeigt, was in der Frauenberatung alles geleistet wird. Danke, dass ihr da seid!

Mit einigen Darstellungen von Superheldinnen sind viele ja wenig zufrieden. Aktuell geht es beispielsweise auch um die Frage, wo die queeren Superheldinnen bleiben. Braucht eine Superheldin immer einen männlichen Love Interest?

Ein Problem, das sich nicht nur auf Superheldinnen beschränkt. Während Gay-Romance Romane regelrecht aus dem Boden schießen – noch dazu oft von nicht betroffenen Autorinnen geschrieben – fragt Teesalon zurecht, wo die queeren Mädchen bleiben.

Eine Superheldin, die gerade einige begeistert, ist Ms. Marvel. Juliane von I am Jane war so begeistert, dass sie gleich alle Folgebände bestellt hat. Warum könnt ihr in ihrer Rezension zum Comic lesen.

Viele waren auch von der Verfilmung zu Black Panther begeistert. Auf Mosaik wird sensibilisiert und kritisch über Positives wie Negatives vom ersten Film mit dem PoC Superhelden berichtet.

Nornengestöber für den Mai

Der Mai steht vor der Tür! Nächsten Monat werden wir uns mit Romantikelementen in Fantasywerken auseinandersetzen. Zur Einstimmung haben wir tolle Artikel über starke Protagonistinnen, den Umgang mit „Frauenliteratur“ und mehr für euch!

Die Buchbloggerin Anna von Ink of Books hat diesen Monat einen fantastischen Beitrag über weibliche Figuren in Büchern verfasst. Warum sind die Protagonistinnen in Jugendromanen fast immer unscheinbar? Nicht sonderlich hübsch aber auch nicht hässlich, eigentlich echt langweilig ohne große Talente – trotzdem mag sie jeder und der unfassbar heiße männliche Lead findet sie trotzdem unwiderstehlich. Wenn euch das bekannt vorkommt und ihr mehr über das Thema lesen wollte bitte einmal hier klicken.

Noch mehr dazu kann man beim Schreibwahnsinn nachlesen. Dort wird die Frage gestellt, ob es ein richtig und ein falsch gibt, wenn es um weibliche Leads in Büchern geht.

Was ist Frauenliteratur und wieso sehen wir gewisse (meistens romantische) Werke automatisch als weniger Wertvoll, weil sie von und für Frauen geschrieben sind? Mehr dazu findet ihr in diesem Artikel aus dem Büchnerwald.

Und zur Einstimmung in das Thema nächsten Monat haben wir hier eine Liste mit typischen Elementen der Romantasy der Seite I love Fantasy für euch. Dann könnt ihr nochmal nachlesen, was genau in den nächsten Wochen auf ein zukommt. Ergänzend dazu empfehlen wir die Genrebestimmung ‚Romantasy‚ vom Schreibmeer.

 

Worauf freut ihr euch besonders im Mai und was hat euch an Romantasy schon immer aufgeregt – wenn ihr dieses Genre denn lest?

 

Illustres Nornengestöber

Diese Woche findet ihr in unserem Gestöber Antworten zu den 7 häufigsten Fragen zum Thema Selfpublishing und eine Auswahl an Artikeln zum Thema Illustrationen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Stöbern!

Verdient man beim Selfpublishing eigentlich wirklich was? Lohnt sich das Buch, wenn es so wenig Seiten hat? Und wie sieht es eigentlich mit dem Copyright aus, wenn ich über einen Drittanbieter/Verteiler selbst veröffentliche? Es gibt Fragen, die jeder Selfpublisher schon gehört hat und die sich anderen AutorInnen und Leute die überlegen etwas selbst zu veröffentlichen ständig fragen. Das Online-Magazin ‚Buch veröffentlichen‚ hat die Antworten für euch.

Kinderbücher werden oft belächelt. Sie enthalten wenig Text und werden deshalb oft von der generellen Literaturszene nicht ernst genommen. Wie viel es braucht, um ein Kinderbuch zu verfassen könnt ihr bei Anette Huesmann nachlesen.

Doch nicht nur bei Kinderbüchern, auch bei vielen anderen Werken stellt sich oft die Frage – lasse ich das Ganze illustrieren? Mache ich das selber? Wie viel kostet so was und muss man das richtig lernen oder reicht es, wenn man kreativ ist und gerne zeichnet? Anuschka Albertz vom Ravensburger Verlag erklärt in diesem Interview, was gute Illustratoren ausmacht – für KünstlerInnen und AutorInnen.

Wie ein Bilderbuch entsteht, welche Schritte nötig sind und wie man es selber bebildert, beziehungsweise den richtigen Stil/Illustrator findet wird in diesem Artikel vom Neunmalklug-Verlag erläutert.

 

Wolltet ihr schon mal euer eigenes Buch illustrieren? Oder habt ihr es sogar gemacht? Erzählt uns, wie es euch damit geht!

Buntes Nornengestöber am Sonntag

Diesen Monat befassen wir im Nornennetz uns besonders mit Selfpublishing. Diesen Sonntag haben wir zwei interessante Artikel zum Thema für euch. Aber das ist nicht alles – freut euch auf Schreibtipps (die besonders für die CampNaNo-Teilnehmer wichtig sein könnten), den Umgang mit Vorurteilen und mehr in der Stöberrunde!

Welche Dinge man bei Selfpublishen unbedingt vermeiden sollte fasst euch die Leselupe in diesem Beitrag zusammen. Aufgepasst, es geht unter anderem um Lektorate bei Selfpublishern. Das war bei uns diese Woche schon Thema beim Fragefreitag!

Für diese Woche haben wir außerdem einen Artikel aus der Zeit zum Thema. Was sind Selfpublisher, warum gehen sie trotz großer Verkäufe oft unter und wie werden sie im Buchmarkt eingeordnet? Die Antworten auf diese Fragen findet ihr hier.

Nicht zwingend nur Selfpublishern sondern allen KünstlerInnen sind die Vorurteile von Brotlosigkeit in künstlerischen Berufen bekannt. Der verhungernde Autor, der nur so Meisterwerke schreiben kann, die Künstlerin die aufgrund ihres Liebeskummers emotionale Bilder erschaffen kann. Warum das nicht nur Blödsinn ist, sondern schlichtweg gefährlich sein kann, könnt ihr im Büchnerwald nachlesen.

Ihr macht beim CampNaNo mit und kommt einfach nicht weiter? Oder steckt ihr einfach generell in eurem Manuskript fest? Dann hat Nina Hasse 5 Schreibtipps, die euch vielleicht weiterhelfen werden. Und wer direkt auf der Seite bleiben möchte, kann sich ihren Artikel zum Thema Die Macht der Worte anschauen. Dort erklärt sie, wie man sich oft unterbewusst durch die eigene Sprache selbst schadet.

 

Was ist für euch die größte Sünde beim Selfpublishing? Wie steht ihr zu Stereotypen gegenüber dem Autorentum und macht ihr beim CampNaNo mit?

Nornengestöber im SP-Dschungel

Im April dreht sich bei uns alles um das Thema Selfpublishing. Immerhin haben wir einige erfolgreiche SP-Autorinnen im Netzwerk und finden die Thematik immer wieder interessant und wichtig. Damit ihr euch auch einlesen könnt, haben wir zur #Nornenstöberrunde ein paar wertvolle Links gesammelt. Viel Spaß beim Durchklicken.

Ein Verlagsvertrag ist der Traum vieler Autoren, aber manchmal versteckt sich dahinter ein unfaires Spiel. Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, in einem Verlag unterzukommen, denkt daran, auch auf die Bedingungen zu achten. Bei der Autorenwelt findet ihr eine Charta der gerechten Vertragsbedingungen, da solltet ihr unbedingt reinschauen.

Aber auch Selfpublishing ist heute ein durchaus annehmbarer Weg, der Erfolg versprechen kann. Auf der Leipziger Buchmesse hat Marianne Kaindl über die Professionalität im SP-Bereich gesprochen – nachzulesen bei Spubbles.

Nike Leonhard ist Selfpublisherin und kennt die Tücken, aber auch Vorteile. Auf ihrem Blog könnt ihr regelmäßig zum Thema interessante Beiträge finden. Wie wichtig Rückgrat und Selbstbewusstsein für Autoren und speziell SP-Autoren ist, lest ihr hier.

Auch eine nützliche Anlaufstelle ist die Selfpublisherbibel, wo es allerlei Nützliches zum Thema  und immer wieder interessante Infos gibt.

Alle, die sich lieber analog vernetzten, können beim Self-Publisher-Day im Mai in Düsseldorf fündig werden. Workshops, Stände und ein buntes Programm bieten hier direkte Zugänge.

Obwohl das Nornennetz seinem ersten Geburtstag entgegen geht (und eifrig plant), werden wir immer noch regelmäßig gefragt, warum wir denn keine Männer aufnehmen. Liebe Männer, wir haben nichts gegen euch, ihr seid tolle Autoren und spielt oben mit. Lest einfach mal hier rein, dann versteht ihr vielleicht besser, warum wir speziell scheibende Frauen in den fantastischen Genres unterstützen.

 

Nornengestöber im Osternest

Bei uns müsst ihr nicht lange suchen, wir haben euch ein paar tolle Artikel und Blogposts bereits rausgesucht. Einfach zurücklehnen, durchstöbern und genießen. Frohe Ostern oder einfach nur einen schönen Sonntag mit der #Nornenstöberrunde.

Nicht das richtige Buch im Nest gefunden? Vielleicht lohnt sich ja ein Blick in öffentliche Bücherschränke. Wenn ihr gar nicht so genau wisst, wo einer in eurer Nähe ist oder ihr noch die Familie besucht, schaut doch mal auf diese Karte.

Wer Geschichten schreibt kommt irgendwann an den Punkt, wo es ernst wird. Wie sollen die Figuren eigentlich heißen? Name ist nicht gleich Name weiß auch Babsi aka BlueSiren und schreibt auf ihrem Blog über Nomen est omen.

Schwierig ist es auch, verschiedene Kulturen im eigenen Roman zu platzieren, vor allem, wenn sich der/die Autor*in bisher kaum damit auseinandergesetzt hat. Schnell rutscht man ab in Stereotype und Mechanismen, die am Ende ganz anders ankommen, als eigentlich gedacht. Darum ist dieser Artikel der Bücherkrähe noch immer aktuell.

In der fantastischen Literatur sind Geister ein Klassiker, der immer wieder begeistert. Einen kleinen Einblick auf die Geschichte von Geistern in Büchern hat Eva aka Variemaa mit einer Gruppe Literaturbegeisterter im Buchlabor geschaffen. Hier geht’s zum Startbeitrag.

Falls ihr lieber noch einmal in Messeerinnerungen schwelgt, legen wir euch den Messebericht von Camilla de Winter ans Herz. Wir sind auch noch ganz wehmütig – und bereits in der Planung für allerlei Neues 😉

Einen ganz anderen Bericht findet ihr bei Anne Zandt aka Poisonpainter, die fleißig am Nornenstand die Leipziger Buchmesse verbracht hat.

Immer wieder flammen große Diskussionen auf, zwischen Autoren, Bloggern, Literaturmenschen. Oft geht eines schnell verloren: der gegenseitige Respekt. Wie wichtig der in der Literaturbranche ist, zeigt Michelle auf Buechnerwald.

Eine tolle und teilenswerte Aktion hat Vera von Chaoskingdom gestartet. Mit Body Positivity statt Body Shaming berichtet sie nicht nur von einem sehr interessanten Buch, sondern ruft dazu auf über das Thema zu schreiben, Erfahrungsberichte oder andere Beiträge zu erstellen. Wir freuen uns auf allerlei Artikel.

Zum Abschluss heute legen wir euch das Literaturcamp Hamburg ans Herz. Am Freitag gab es dort die ersten Tickets, weitere werden folgen. Eine ideale Möglichkeit zum Austausch für Literaturmenschen.

Nornengestöber und Sexismus

Das Nornennetz hat sich gegründet, um Frauen in den fantastischen Genres zu fördern, weil sie hier oft benachteiligt werden. Bei unserem Nornentalk auf der LBM haben wir darüber geredet und es wurde begeistert aufgenommen. Denn das Thema ist wichtig und reiht sich ein in die Kritik am Sexismus. Darum wird es heute mal ernst bei der Stöberrunde. Wir haben ein paar wirklich lesenswerte Artikel für euch, die verschiedene Aspekte betrachten.

Immer wieder hören wir das Argument, Feminismus sein unnötig, Sexismus eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Ein schönes Wunschdenken, das vielleicht die glauben, die selbst nie bewusst Diskriminierung erfahren haben. Dass die aber nicht immer so offensichtlich und gerade Frauen ihre Stimme kostet, zeigt die FAZ in einem tollen Beitrag darüber, wie Frauen zum Schweigen gebracht werden.

Deutschlandfunk dagegen greift auf, dass Feminismus als Handelsmarke inszeniert wird. Ja, auch hier ist nicht alles rosarot, sondern es geht manchmal mehr ums „Verkaufen“, als die eigentliche Sache. Ungemein wichtig, sich das vor Augen zu führen.

Sehr interessant ist auch der Beitrag auf DerStandard von einem Mann, der die fehlenden Frauen in seiner Branche anprangert. Großartig zeigt er, wie Sexismus manchmal schleichend und unerkannt seine Kreise zieht, auch wenn wir das gar nicht wollen.

Wie weit das Thema eigentlich reicht zeigt diese Sammlung beim Guardian von Essays bekannter Schriftstellerinnen, die sich fragen, ob Frauen und Männer in 100 Jahren denn endlich einmal gleichberechtigt sein werden.

Wie aktuell das Thema Sexismus ist zeigt auch der Beitrag unserer Norne Eva-Maria Obermann, die auf ihrem Buchblog zur Abtreibungsproblematik und der Heuchelei dahinter geschrieben hat.

Natürlich macht Sexismus vor der Popkultur. nicht halt. Geekgeflüster hat im November einen großartigen Beitrag über Frauenrüstungen in Games und darüber hinaus geschrieben.

Wie früh die soziale Prägung auf männliche und weibliche Stereotype erfolgt hat Vera von Chaoskingdom in ihrem Beitrag zu Rosa und Blau aufgezeigt.

Die Auswirkungen sind manchmal regelrecht erschreckend. Elea Brand erklärt, wie die Romantisierung von Missbrauchsbeziehungen in der Literatur auch die Meinung der Gesellschaft beeinflussen und dass das gar nicht gut ist.

Auch Elenor Avelle hat sich Geschlechterklischees vorgenommen, zerlegt am Beispiel des Films Valerian. Denn Kultur und Gesellschaft bedingen sich immer gegenseitig und ein solches Frauenbild wollen wir nicht!

Unter dem Hashtag #FemaleFriday werden jede Woche starke, folgenswerte Frauen aus unterschiedlichen Bereichen vorgestellt. Es gibt jetzt auch eine deutsche Facebookseite dazu.

Nornengestöber im Messerausch

Auch die Stöberrunde ist wieder aufgetaut und meldet sich aus der Winterpause zurück. Nicht unbeteiligt daran ist das Messefieber, dem auch wir erlegen sind. Leipzig, wir kommen – und wir haben einige tolle Beiträge zur Buchmesse, die wir euch nicht vorenthalten wollten 😉

Unsere Talkrunde auf der LBM (kleiner Hinweis^^)

Unsere Nornen hibbeln bereits wie wild. Anne Zandt aka Poisonpainter wird nicht nur am Nornenstand Halle 2, J303 zu finden sein, sondern freut sich auch auf ihr Meet and Greet mit euch. Was sie alles dabei hat und wo sie sich noch rumtreiben wird, verrät sie auf ihrem Blog.  

Auch Nike Leonhard wird nicht nur als Norne unterwegs sein und gleich bei zwei Talkrunden mitreden. Wo sie lesen, reden und zu treffen sein wird, hat sie auf ihrem Blog geschrieben.

Carina Schnell ist ebenfalls schon richtig aufgeregt, denn sie wird ausgerechnet auf der Messe das erste Mal aus ihrem Debütroman lesen. Wir wünschen euch jetzt schon viel Spaß mit Carina und Die Kurtisane.

Großartig finden wir, dass auch auf der LBM die Aktion „Verlage gegen Rechts“ anwesend sein wird. Wir haben es mehrmals gesagt, wir sagen es gerne wieder: Literatur verbindet, wer sie zum Ausgrenzen nutzt, zerstört sie. Passt auf euch auf, wenn ihr auf der Messe seid und freut euch über das bunte Angebot.

Die Leipziger Buchmesse bietet sich an, um auch mal bei kleinen Verlagen zu stöbern. Vielleicht entdeckt ihr ja die ein oder andere Perle, die TheBlueSiren für euch gesammelt hat 😉

Alle Buchblogger sollten definitiv bei den Buchmessebloggersessions reinschauen. Was euch da dieses Jahr erwartet, lässt alle Daheimgebliebenen neidisch werden.

Einen tollen Beitrag, der gleichzeitig aus Erfahrung spricht und dennoch amüsant bleibt, hat Nicci von Trallafittibooks für euch geschrieben. Tipps und Tricks, Dos and Don’ts für euren perfekten Messeaufenthalt. Bitte lesen 🙂