Fragefreitag: Welche Bilder zeigt dein Kalender?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Natalie Winter: Frösche.

Esther Wagner alias Kirana: Familienfotos. Mein Papa hat mir den Kalender gebastelt <3

Ella Boulaich: Den male ich jede Woche selbst bunt an. Ist ein Bujo. Manchmal klebe ich einen Spruch oder eine Postkarte hinein.

Jana Jeworreck alias Moira: einen Baum auf einem weiten Lavendelfeld

Michelle Janßen: Ich habe ein BuJo bei dem ich monatlich das Thema wechsele (aktuell ist es Tee und Bücher) und den Kalender dementsprechend gestalte. Ansonsten hängt noch ein Jahreskalender über dem Schreibtisch auf dem meine Freunde und Freundinnen motiviertende Sprüche geschrieben haben. So einen bekomme ich jedes Jahr.

Karin (e.) Novotny alias EmmaN: Doctor Who, und ab übermorgen endlich den 10ten Doctor 🙂

Susann Julieva: Die Avengers. Den hat mir eine Leserin selbst gebastelt, weil ich Marvel so liebe und ich finde ihn Bombe! Der wird auch noch weitere Jahre da hängen.

Babsi alias BluesirenEine Collage von Fotos vom Erstiwochenende mit meinen besten Freundinnen

Eva-Maria Obermann alias Variemaa: Dieses Jahr habe ich einen Harry Potter Kalender über dem Schreibtisch hängen, mein Mann einen Star Wars. Ich sehe beim Schreiben beide und beide wurden uns geschenkt. Normalerweise haben wir nur einen selbstgestalteten Familienkalender, einen gemeinsamen digitalen und ich habe zusätzlich ein Bullet Journal.

Diandra Linnemann: In meinem Büro zuhause hängt ein „Zauber der Wälder“-Kalender mit märchenhaften Baum- und Waldmotiven. Den hatte ich in den letzten Jahren immer, und nächstes Jahr hoffentlich auch wieder.

Jasmin Engel: Schweinchen 🙂

June Is: Schottland

Inspirierende Frauen – Inspiration in Alltagsheldinnen finden (Michelle Janßen)

Inspiration ist ein wichtiger Part im Leben einer jeden Schriftstellerin*. Doch wo findet man Inspiration in der heutigen Welt? Wo bekommen wir diesen Kick, der uns weiter vorantreibt, wenn wir denken wir haben unser Limit erreicht?

In den letzten Wochen haben wir auf diesem Blog über Inspiration durch Frauen aus der Vergangenheit und aus der Literatur gesprochen. Heute beschäftigen wir uns mit der Gegenwart. Doch obwohl es viele bekannte Autorinnen gibt, die als Inspirationsquelle dienen können und es mehr starke Frauenfiguren denn je in den Medien gibt, soll es heute um etwas kleineres gehen. Etwas alltägliches.

Inspiration in den Frauen um uns herum. Denn auch, wenn wir alle gerne zu unseren Bücherheldinnen und Lieblingsautorinnen aufschauen, uns an ihnen messen und aus ihnen schöpfen, so sind es doch die Alltagsheldinnen die letztendlich am meisten Einfluss üben.

Sei es nun die eigene Mutter oder die Großmutter, deren Leben uns anhält politisch wach zu bleiben und zu schreiben oder das Kind, für das wir Kinderbücher erschaffen, so magisch wie die Kindheit selbst. Sei es die beste Freundin, die Arbeitskollegin oder – wie in unserem Fall – ein ganzes Netzwerk voller wunderbarer, fantastischer Frauen.

Woher, wenn nicht aus dem Umgang mit den Menschen um uns, schöpfen wir Inspiration? Woher, wenn nicht aus den Frauen, die unser Leben täglich bestimmen?

Ich** persönlich erhalte sehr viel meiner Inspiration aus meinem Freundeskreis. Ich habe das Glück, dass ich viele starke Frauen* mit wundervollen Persönlichkeiten kennen darf. Manche sind schon Mutter geworden, als ich noch nicht mal wusste, was ich studieren möchte. Andere sind so selbstbestimmt, dass manche Männer Angst vor ihnen haben und wieder andere schreiben selbst und lassen sich – wenn ich ganz viel Glück habe – auf gemeinsame Schreibstunden ein, in denen ich vor Inspiration nur so strotze.

Diese Frauen zu finden ist die Aufgabe, welche wir vom Nornennetzwerk euch heute geben. Sehr euch in eurem Leben um und wenn ihr sie seht, sagt danke. Denn was wären wir, ohne die Alltagsheldinnen unserer Inspiration.

**Autorin des Beitrags ist Michelle Janßen

Nornengestöber – 12.11.2017

Perfektes Wetter für einen ausgiebigen Stöbertag. Wir zeigen euch heute tolle Rezensionen zu fantastischen Bücher und Autorinnen, einen Adventskalendernotruf und ein paar Fragen, die uns im Nornennetz immer wieder beschäftigt.

Auf Lieblingsleseplatz wurde Murphy – Rache ist süß von Nicole Godzek besprochen und hat auch uns neugierig gemacht. Chaosmagie, ein etwas schräger Stil, eine fesselnde Handlung. Danke an Verena für die Rezension!

Für alle Blogger hat die Bücherkrähe Mareike eine tolle Lösung gefunden, sich zu organisieren, da sie nicht nur ein „normales“ Bullet Journal führt, sondern speziell eines für den Blog, das sie hier zeigt. Danke Mareike!

Gerade gegen Weihnachten merken viele von uns (seien wir mal ehrlich), dass wir eine Auszeit brauchen. Im November sind wir schon wegen des NaNoWriMos weniger aktiv unterwegs, aber Switch off, das Janina von Kapriziös vorstellt, bietet ein zwei Wochen Programm, zum Abschalten und Loslassen der digitalen Welt. Danke für die sehr reflektierte Rezension an Janine!

Aktuell läuft noch die Comiclesechallenge. Endlich mal ein paar Leseaufgaben für Comicbuchleser. Dass es gar nicht so einfach ist, an gute Comics und Graphic Novels zu kommen, wenn man nicht gerade in der Nähe eines Comicbuchladens wohnt, zeigt Eva auf ihrem Buchblog Schreibtrieb.

Wie lange braucht eine Geschichte zum Wachsen? Eine Frage, die wir nicht nur uns selbst oft stellen, sondern eine, die auch in abgewandelter Form in so gut wie jedem Interview auftaucht. Norne Diandra Linnemann hat sich auf ihrem Blog Gedanken dazu gemacht.

Es geht Richtung Weihnachten. Höchste Zeit zwischen den Worten für den NaNo an Weihnachtsgeschenke zu denken. Bei Steffi von Angeltearz liest gibt es aktuell einen tollen Geschenktipp, mit Gewinnspiel!

Unsere Norne Anne Zandt aka Poisonpainter hat dabei ein Problem. Eine fiese Erkrankung lässt sie nicht an ihrem Blog-Adventskalender arbeiten. Darum hat sie einen Hilferuf gestartet. Noch sind Plätze frei, gesucht werden Mitautoren, mehr dazu auf ihrem Blog.

 

Fragefreitag: Spielt der Herbst in deinen Büchern eine Rolle? Wenn ja, welche?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Spielt Herbst in deinen Büchern eine Rolle? Wenn ja, welche?

Jana Jeworreck alias Moira: Ja, auch wenn die Jahreszeit nicht direkt benannt wird. Es ist die Zeit des Vergehens. Man könnte auch von der Schönheit des Sterbens sprechen. Es wird dunkler und kälter. Zugleich rücken aber auch Menschen näher zusammen.

Elenor Avelle: Wetter spielt in meinen Geschichten eine große Rolle. Ich finde die emotionale Wirkung auf die Stimmung sagenhaft. Das raschelnde Laub – die mystische Vorstellung des Todes, der stürmische Wind – Fernweh und das Unbekannte, die kahlen Bäume – Trostlosigkeit mit der Hoffnung auf den Neuanfang.

Babsi alias Bluesiren: Ja, meine Geschichte spielt im Herbst!

EmmaN alias Karin (e.) Novotny: Ja, mehr Regen und mehr Kälte heißt, dass meine Protas öfter mal vor dem Kamin sitzen und reden, oder früh zu Bett gehen und reden – und das haben die dringend nötig!

Susann Julieva: Ja! Meine Lieblingsjahreszeit spielt ziemlich oft eine Rolle. Sie hat einfach eine wunderbare Atmosphäre, mal traumhaft schön, mal nebelig-gruselig.

Elea Brandt Meine letzten Projekte spielten vor allem in Regionen, in denen es keinen typischen Herbst gibt – dabei LIEBE ich diese Jahreszeit. Meine nächste VÖ, „Unter einem Banner“ spielt deswegen nur im Herbst. Rot-goldene Wälder, Pfützen auf der Straße, Nebel über den Wiesen … wunderschön!

Eva-Maria Obermann aka Variemaa: Ja, oft. In „Zeitlose – Simeons Rückkehr“ erlebt Dora den Übergang von Herbst zu Winter, auch in anderen Büchern kommt Herbst immer wieder bei mir vor. In einem Projekt habe ich ihn sogar personifiziert und natürlich kommt er in meinen Gedichten vor. Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit, weil er bunt und stark ist.

Diandra Linnemann: Die „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe findet im Verlauf eines Jahres statt und beginnt UND endet zu Samhain, was im Oktober oder November liegt. Von daher – definitiv. Außerdem ist der Herbst meine liebste Jahreszeit – der Nebel, der Wald, das Laub, Drachensteigen, heiße Schokolade, Regen, Tee, Lichterfeste, …

Jasmin Engel: Es ist meine Lieblings-Jahreszeit und ich lasse viele Szenen darin spielen, aber nie einen ganzer Roman oder Novelle ausschließlich im Herbst.

Liebe in fantastischen Zeiten (Diandra Linnemann)

Meine Testleserin war ganz heiß: „Wie süß! Kriegen Andrea und Sven sich am Ende?“
Ich**, hingegen, war ganz irritiert. Eine Liebesgeschichte in meinem humorvollen fastapokalyptischen Tentakelroman? So etwas war mir gar nicht in den Sinn gekommen. Obwohl die Protagonistin Andrea den Spitznamen „die Lüsterne“ trägt. Und obwohl an Liebe eigentlich gar nichts schlimm ist.
Weitere Leser stellten ähnliche Fragen. Sie brachten gute Argumente. Wenn ich einen ChicLit-Fantasy-Roman schreiben wolle, müsse ich mich an die Regeln des Genres halten. Außerdem sei Sven doch so sympathisch!

Diandra Linnemanns Roman Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes

Und überhaupt, hätte Andrea denn nicht ein wenig Liebe verdient?

Eigentlich schreibe ich eher magielastige Urban-Fantasy-Romane, und meine Protagonistin befindet sich auch in einer recht glücklichen Beziehung. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass das nicht die Voraussetzung für einen gelungenen Roman ist. Ich finde, eine romantische Beziehung muss zur Geschichte passen – oder besser noch: Alles viel komplizierter machen! – und sollte nicht den Platz eines vernünftigen Lebenszweckes einnehmen. Es kotzt mich, mit Verlaub, an, wenn die eh schon unglaublich perfekte Protagonistin erst durch den passenden Mann an ihrer Seite endlich die notwendige soziale Aufwertung erfährt, oder wenn sich das hässliche Entlein pünktlich zum dritten Akt in den wunderschönen Schwan verwandelt, um dem Prinzen gerecht zu werden. Habt ihr eigentlich nichts Besseres zu tun?

Durch die komplette Literatur hindurch begegnen uns Frauen, die beinahe ausschließlich über ihre romantischen Beziehungen definiert und wahlweise gerettet oder verdorben werden: Fausts Gretchen, Effie Briest bei Fontane, Elizabeth Bennet in Stolz und Vorurteil. Oft scheint es, als seien Frauen ausschließlich dazu da, geliebt, verführt oder gerettet zu werden, sogar wenn sie eine tragende Rolle spielen.

Und im Fantasybereich sieht es nicht besser aus.

Arwen im Herrn der Ringe mag eine fähige Magierin und Kämpferin sein, aber ihre Hauptbeschäftigung ist es nun einmal, in Aragorn verliebt zu sein. Das ist zwar schön und tragisch, aber nicht besonders nahrhaft. Bei Tad Williams‘ Drachenbeinthron-Saga kann ich mich, ehrlich gesagt, an keine relevante Frauengestalt erinnern. Marion Zimmer Bradley hat zwar in erster Linie hervorragende Frauen geschrieben, aber auch hier kreist ein Großteil der Geschichten um die Liebe und darum, ob eine Frau noch begehrenswert ist oder schon alt. Und sogar Mary Shelley, als sie mit Frankenstein das Genre Science Fiction erfand, hatte für die einzige relevante Frau der Geschichte nur die Rolle der Verlobten des Doktors übrig.

Braucht Fantasy von und über Frauen wirklich Liebe? (Grafik: Elenor Avelle)

Zum Glück ändern sich die Zeiten ja, nicht wahr?

Tja, und da komme ich gelegentlich ins Schleudern. Die Zahl starker Frauencharaktere wächst, wie man unter anderem bei Das Lied von Eis und Feuer oder in der Reihe um die Vampirjägerin Anita Blake der US-Autorin Laurell K. Hamilton lesen kann. Aber auch dort findet ein Großteil der Charakteridentifikation über ihre Beziehungen statt. Fast möchte man den Eindruck haben, als Frau MÜSSE man eine romantische Beziehung haben, um überhaupt die Chance darauf zu haben, in einem Roman als relevant wahrgenommen zu werden.

Einige wenige Gegenbeispiele habe ich zum Glück natürlich auch – sogar wenn die Frauen bei Terry Pratchett beispielsweise romantische Beziehungen haben, so finden diese meistens am Rand der Geschichte statt. In den Büchern von Isabel Allende, die dem magischen Realismus zugeordnet werden, findet Romantik zwar statt, ist aber nur selten das entscheidende Element. Und genau so sollte es meiner Meinung nach sein. Liebe gehört zum Leben dazu. Doch wenn man sie zum zentralen, alles beherrschenden Thema macht, legt man die Latte für Erfolg meiner Meinung nach ziemlich niedrig.

In Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes habe ich das Problem schließlich mit einem Kompromiss gelöst – mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Doch ich finde, wenn man die Welt gerettet hat, ist es fast schon Nebensache, ob man anschließend gemeinsam in den Sonnenuntergang reitet. Oder etwa nicht?

 

**Autorin des Beitrags ist Diandra Linnemann. Auf ihrem Blog habt ihr aktuell eine tolle Gewinnmöglichkeit.

Nornengestöber – 05.11.2017

Es wird wieder gemeinsam gestöbert. Heute geht es um Sexismus und Zombies. Außerdem könnt ihr bei einem literarischen Adventskalender mitmachen und Frederike Unger kennen lernen.

Auch wir Nornen sind noch immer schockiert über alles, was bei #metoo ans Licht kam. Wir arbeiten bereits an einem Projekt dazu. Sexuelle Übergriffe beginnen bereits bei Vorurteilen, Vorstellungen und dem Alltagssexismus, der keinesfalls heute von der Bildfläche verschwunden wäre. Die FAZ macht klar, dass in Bewerbungen Frauen gegen Vorurteile einfach nicht ankommen können. Andreas Sator war erschrocken, als er feststellte, dass er in seinem Podcast nur männliche Gäste hatte, weil ihm das Problem vorher nicht aufgefallen war. Und Nina George, Bücherfrau des Jahres, macht klar: Auch in den Medien haben wir ein Sexismus Problem.

Umso schöner, dass 54books eine Autorin vorgestellt hat, Frederike Unger, eine Autorin aus Aufklärung und Romantik – die den Herren ihrer Zeit ganz schön Kritik entgegen gebracht hat. Respekt und danke für das Vorstellen dieser Autorin.

Im Rahmen einer Blogtour für Elenor Avelles neuen Roman Infiziert hat sich BlueSiren Gedanken über Zombies gemacht, die schauerlich wie faszinierend sind.

Schreibmeer hat einen interessanten Beitrag zum Thema Fanfiction in die Weiten den Internets entlassen. Was das eigentlich ist und ob nicht eigentlich alles Geschrieben heute im Grunde Fanfiction ist, macht Spaß zu lesen und gibt Einiges zu denken.

Bereits auf dem Literaturcamp wurde die Idee des Buchlabors geboren. Nun hat eine Gruppe von Bloggern den Gedanken in die Tat umgesetzt. Was das eigentlich ist und wie die Blogger das erste Thema „Geister“ angehen, könnt ihr auf Schreibtrieb und den dort verlinkten Blogs sehen.

Als besonderer Hinweis für alle Autoren haben wir heute den Aufruf des Bücherstadtkuriers für ihren literarischen Adventskalender. Wir sind dann mal schreiben 🙂

Fragefreitag: Was ist der kurioseste Gegenstand auf deinem Schreibtisch?

Willkommen beim Fragefreitag im Nornennetz. Hier beantworten unsere Mitglieder regelmäßig spannende, interessante und auch mal kuriose Fragen. Ihr könnt gerne auf den sozialen Medien unter dem Hashtag #NornenFragefreitag mitmachen. Wir sind auf eure Antworten gespannt.

Anne Zandt aka Poisonpainter: Wenn mein Beistelltisch als Schreibtisch gilt, dann ist es die viersternige Kristallkugel aus Dragonball, die ich eigentlich mal ins Regal stellen wollte.

Esther Wagner aka Kirana: Eine Son-Goku-Actionfigur, die ich in Tokio gekauft habe. Steht beim Malen hinter meinem Grafiktablet und feuert mich an ^^

Ella Boulaich: Ein einzelnes Walkie Talkie.

Elenor Avelle: Ich habe ein paar kuriose Gegenstände auf meinem Schreibtisch. Meine Laguna-Aaaactionfigur ist mir der liebste (die vielen A sind kein Versehen, sie heißt so). Wahrscheinlich wegen der Geschichte, die zu ihr dazugehört.

Babsi aka BlueSiren: Ein kleiner flauschiger Anhänger der Campus-Cat aus Augsburg, die mir die Chefin des dortigen Quidditch Team zugeschickt hat, weil ich so traurig bin, da es in Bamberg keine Uni-Katze gibt.

Karin (E.) Novotny aka EmmaN: Eine Microsoft Maus, und das vor einem iMAC mit (dauernd verwendetem) TouchPad.

Susann Julieva: Eine kleine Figur des Ohnezahn aus „Drachenzähmen leicht gemacht“.

Katrin Ils: Ein kleiner Plastikdrache, den mir meine Lektorin geschenkt hat. Er hilft mir bei der Kampfszenen-Aufstellung.

Elea Brandt: Eine Sigmund-Freud-Tasse (da sind meine Stifte drin :D)

Eva-Maria Obermann aka Variemaa: Ein kleiner Groot, der per Solarenergie anfängt zu wackeln – und manchmal gar nicht mehr aufhören will. Ich habe ihn meinem Mann geschenkt und wir nutzen den gleichen Schreibtich 😉

#NornenNaNo (Irina Christmann)

Viele von Euch wissen, was sich hinter dem schon seit Oktober vermehrt auftretenden Hashtag #NaNoWriMo verbirgt. Bei allen, die ihn kennen, kribbelt es bereits in den Fingern, bis es endlich los geht. Für alle anderen versuche ich** mich an einer – eher persönlichen – Erklärung:

Das Ziel des NaNoWriMo ist 50.000 Wörter, verteilt über den Monat November zu schreiben und eine tägliche Schreibroutine zu entwickeln. Im Idealfall hat man damit ein Projekt abgeschlossen. Frei nach dem Motto: „Einfach schreiben, nicht denken!“ Weil zu viel nachdenken über einzelne Szenen den Schreibfluss hemmt.

Als ich 2014 zum ersten Mal beim NaNo mitmachte, hatte ich keine großen Erwartungen. Jahrelang hatte ich mir gesagt, dass ich dazu keine Zeit habe und die hatte ich 2014 auch nicht, aber das war mir egal. Dann gewinne ich den NaNo eben nicht. Einen Monat vorher habe ich mich mit dem Buch „Ready. Set. Novel!“ von Chris Baty (NaNo Gründer) auseinandergesetzt und gelernt, dass man den inneren Kritiker ausschalten muss. Kein Überarbeiten, kein Steckenbleiben, einfach immer weiterschreiben. Der NaNo kam, ich schrieb und plötzlich saß ich am 29. November mit einem fertigen Roman und 90000 Wörtern da. Jahrelang hatte ich Dutzende angefangene Romane, plötzlich konnte ich Romane schreiben. Für mich ist der NaNo ein Befreiungsschlag gewesen und hat mir den Weg zum Autorentum geebnet. Seitdem habe ich das Wortziel noch mehrere Male übertroffen und jedes Jahr einen fertigen Roman produziert. Dieser Monat ist für mich etwas ganz Besonderes, ein wilder Schreibreigen, Weihnachten für Autoren und eine Herausforderung – jedes Mal aufs Neue. (Janna Ruth)

Spätestens zum 1. November sind die Projekte auf NaNoWriMo.org angelegt, die Plots fertig, die Charakterbögen geschrieben. Auf dem liebsten Streamingdienst ist die Playlist gespeichert und die Liste der Schreibbuddys aktualisiert und ausgemistet. Die Knabbervorräte wurden aufgefüllt und das „Bitte nicht stören“ Schild hängt an der Bürotür bereit. Erfahrene Familienmitglieder wissen, dass ab sofort Ausnahmezustand herrscht. NaNo-Neulingen sei empfohlen: Immer genug Schokolade, Chips oder was auch immer ihre Liebsten besänftigt bereit zu halten, falls man doch mal gestört hat.

Warum also tut man sich das (zum ersten Mal) an? Ich habe die Autorinnen des Nornennetzes gefragt:
Zwei NaNo-Erstlinge haben das geantwortet:

Ich will beim NaNoWriMo mitmachen, weil ich es als Herausforderung sehe, die 50k Wörter im November zu knacken. Und ich mache mit, weil es schön ist, gemeinsam mit den Nornen zu schreiben, als eine Gemeinschaft. Deswegen wird dieser Nano (mein erster übrigens) etwas ganz besonderes. (Grace Mortis)

 

Ich schreibe im NaNo mit weil ich etwas Neues ausprobieren mag und dabei noch gar nicht genau weiß, worauf ich mich einlasse. Ich vertraue auf Unterstützung meines Schreibbuddies und meiner Kolleginnen und Kollegen und bin schon sehr neugierig, was geschehen wird. (EmmaN aka Karin Novotny)

Man merkt, auch wenn man die beiden nicht kennt, wie aufgeregt sie jetzt schon sind (die Antworten habe ich mir Mitte Oktober geben lassen) und wie sehr sie sich freuen, endlich loslegen zu können.

Wir haben uns auf einen gemeinsamen Hashtag geeinigt und werden Euch unter #NornenNaNo täglich auf dem Laufenden halten, wie es uns geht. Außerdem gibt es die #NornenCrawls von Janna Ruth auf die ich schon sehr gespannt bin.

Ich bin am ehesten bei dieser Antwort:

Ich mache beim Nano mit, weil es motiviert mit anderen zu schreiben. Der wichtigste Grund für mich ist aber der, mir selbst zu beweisen, dass ich es kann. (Michelle Janßen)

Auch der extra eingerichtete Chatserver (Gäste sind gerne willkommen, wendet Euch einfach an Irina)  gleicht einem Bienenstock. Ständig wird geredet, geplant, Erfahrungen ausgetauscht. Meine persönliche Lieblingskategorie wird der der #SatzdesTages sein.

Obwohl ich bereits einen erfolgreichen NaNoWriMo hinter mir habe, bin ich froh, dass auch „ wirklich alte Hasen“ dabei sind, die immer wieder versichern, dass die Welt nicht untergehen wird, wenn man es nicht schafft. Auch wenn diese Antwort sich ein bisschen anders anhört:

Ich schreibe den NaNoWriMo mit, weil ich es mir nicht vorstellen kann, es nicht zu tun. Nachdem ich 2013 das erste Mal mitgemacht habe, habe ich Blut geleckt – und als ich 2014 wegen meiner Bachelorarbeit einmal aussetzen musste, habe ich gelitten wie ein Hund. Alle um mich herum machen mit und nur ich nicht … Freiwillig tue ich mir das Nicht-Teilnehmen sicher nie wieder an, das fühlt sich an, als würde man mir das Herz bei lebendigem Leibe rausreißen. Alle um mich herum feiern ihren Wordcount, haben Spaß … und ich?
Das ist aber auch das, was mich stört: Wenn man mal NICHT mitmacht, hat man das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Es tut fast schon körperlich weh.
Was, wenn ich mal wieder aussetzen muss? Wie soll ich das eigentlich aushalten? (Evanesca Feuerblut aka Katherina Ushachov)

Ich kenne sogar Autor/innen, die im November keinerlei gesellschaftliche Verpflichtungen wahrnehmen, zum Zahnarzt oder zum Friseur gehen. Einige nehmen sogar Urlaub, um schreiben zu können. Die andere Fraktion hingegen belohnt sich am Ende jeder Woche mit einer Kleinigkeit oder hat sich vielleicht für das Erreichen der 50k eine größere Anschaffung in Aussicht gestellt.

Ich persönlich habe einen Mittelweg gewählt, es gibt die NaNo-Box von Writer´s Soul vorab und ich gehe auch zum Friseur, weil dann endlich meine Wunschfrisur dran ist, auf die wir seit einem halben Jahr hinarbeiten. Was ich schreiben kann, schreibe ich. Aber ich weiß auch, dass etwas in deinem Leben passieren kann, und du bist auf einmal einfach leer und hast das Gefühl, die Tastatur durch den Schredder jagen zu müssen.

Fazit bei allen Beiträgen, die ich dazu gelesen habe und allen Teilnehmer/innen die ich gefragt habe ist:

Jeder NaNo ist anders, aber für die meisten ist dabei sein alles. Weil es Spaß macht, sich mit anderen „Verrückten“ auszutauschen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern einen tollen NaNoWriMo2017! Ich persönlich freue mich auf viele Schreibstunden mit dem #team5am und alle Hashtags zum ersten #NornenNaNo.

** Autorin des Beitrags ist Irina Christmann

 

Hallo-was bitte? (Anne Zandt)

Morgen ist Halloween – und Reformationstag, aber das soll hier heute nebensächlich sein, auch wenn es das 500. Jubiläum ist – aber was ist das eigentlich und woher kommt es?

Seit ich** in der Grundschule (so Ende 90er) das erste Mal von Halloween gehört habe, war ich davon begeistert, denn jetzt ergaben die gruseligen Kostüme und Filme am Reformationstag endlich einen Sinn! Außerdem konnte man sich verkleiden und sogar Süßigkeiten sammeln gehen! Wir haben es dann auch zweimal gemacht, allerdings mussten wir bei der ersten Runde noch viel Erklärungsarbeit leisten, was wir da überhaupt von ihnen wollten. Mittlerweile ist es ja auch in Deutschland nicht mehr ungewöhnlich.

Aber von Anfang an…

Was ist Halloween?

Halloween ist in seinen Ursprüngen ein irisches Neujahrs- und Erntedankfest mit dem Namen Samhain (Englisch sau-win ausgesprochen). Mit der Christianisierung wurde Allerheiligen (Allhallows) auf den 1. November verlegt, wodurch Samhain zu Allhallows Eve (wörtlich: Allerheiligen Abend) und später zu Halloween wurde. Heutzutage ist es oftmals ein kommerzialisierter Abklatsch, bei dem es nur noch um Kostüme und Süßigkeiten geht.

Halloween-Traditionen

Man feierte das Ende des Jahres mit großen Feuern (Bonfires), die an heiligen Stätten entzündet wurden und deren Licht die Leute dann mit Fackeln an die zuvor gelöschten heimischen Herde trugen.

An Halloween ist außerdem die Verbindung zum Totenreich am Stärksten, d.h. es ist den Toten gestattet für ein paar Stunden auf Erden zu wandeln. [Hierzu gibt es von Anne Zandt übrigens eine tolle Geschichte, Wenn Seelen wandern] Die Verwandten werden dabei mit zusätzlichen Gedecken und Essen eingeladen nach Hause zu kommen. Die Monster versucht man mit Kostümen und Laternen abzuschrecken.

Woher kommt eigentlich der Halloweenkürbis (Foto: Anne Zandt)

Wusstest du eigentlich, dass die Kürbislaterne eigentlich „Jack O’Lantern“ heißt?

Die Legende nach gab es einmal einen knauserigen Irischen Schmied namens Jack. Jack liebte es den Leuten Streiche zu spielen und sein Geld in der Kneipe zu versaufen. Er schreckte auch nicht vor dem Teufel zurück und lud diesen zum Trinken ein. Als es jedoch ans Bezahlen ging, bat er den Teufel, im Austausch gegen seine Seele, sich in ein Geldstück zu verwandeln mit dem er bezahlen konnte. Doch stattdessen legte Jack das Geld zu einem silbernen Kreuz, dass den Teufel an der Rückverwandlung hinderte und bot dem ihm einen Handel an bei dem Jack noch 10 Jahre bekommen würde, bevor der Teufel seine Seele holt. Zehn Jahre später lauert der Teufel Jack auf und in seiner Listigkeit bittet Jack ihn einen letzten Apfel von einem hohen Baum essen zu dürfen. Sobald der Teufel hoch genug auf dem Baum war, ritzte Jack ein Kreuz in den Stamm und ließ sich vom Teufel versprechen, dass er ihn nicht mehr nach seiner Seele fragen würde. Der Teufel willigte ein.

Kurz darauf starb Jack und aufgrund seines sündigen Lebens wurde er nicht in den Himmel gelassen. Der Teufel wollte ihn aber auch nicht mehr. Verzweifelt bat Jack den Teufel um ein Licht für die Dunkelheit zwischen Himmel und Hölle, bekam lediglich ein glühendes Stück Kohle, dass er fortan in einer ausgehöhlten Rübe mit sich trägt.

Und mit dem man ihn auch heute noch umherwandern sehen kann.

Davon abgeleitet entstand schließlich der Brauch Rüben oder Kartoffeln und später dann Kürbisse mit Lichtern und gruseligen Fratzen zu versehen, um umherwandernde Seelen vom eigenen Heim fernzuhalten.

Passt also gut auf euch auf morgen!

In diesen (englischen) Beiträgen über Samhain und die Irischen Halloween Bräuche erfährst du noch wesentlich mehr, sie haben mir für diese Zusammenfassung als Quelle gedient:

** Autorin dieses Beitrags ist Anne Zandt aka Poisonpainter


Nornengestöber – 29.10

Sonntag ist Nornengestöbertag! Heute wird es Feministisch. Über Frauen in der Liebesliteratur, Frauenliteratur, Klischees und mehr könnt ihr euch heute informieren. Außerdem diese Woche dabei sind Artikel über das Gedicht als aussterbendes Medium und die Faszination von Gewalt in der Literatur.

Das Werk von Fantasyautorinnen wird viel zu oft nicht gewürdigt. Im Rahmen der Autorinnenzeit Anfang des Jahres hat Nike Leonard auf ihren Blog eine Reihe über weibliche Autorinnen des Genres gestartet. Beispiele findet ihr hier und hier.

Ebenfalls aus der Autorinnenzeit stammen die Beiträge von Michelle Janßen über den Begriff der Frauenliteratur und die toxische Rolle der Frauen in der (Liebes)Literatur. Passend dazu empfehlen wir euch den Beitrag des Nornennetzes über inspirierende Frauen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Weitere Stereotype und ihre Rolle in Romanen zählen Frau Schreibseele in ihrem Beitrag über Klischees in der Liebesliteratur und Elea Brandt in Das böse K-Wort auf.

Über starke Frauen in Büchern berichtet Schreibwahnsinn. Warum wir Feminismus noch brauchen und es kein Quatsch ist, der Frauen über Männer stellt erklärt Bücherkrähe hier. Auf ihrem Blog findet ihr auch jede Menge wichtige Beiträge und Sammlungen zum Thema.

Wann hast du das letzte Mal ein Gedicht gelesen? Germanistik- und Literaturstudium als Grund zählen nicht. So ganz privat und aus eigenem Interesse?
Das Gedicht war über Jahrhunderte eines der wichtigsten schriftlichen Medien der Literatur. Ein Plädoyer für das Lesen von Gedichten auch in unserer modernen Zeit findet ihr bei Eva-Maria Obermann.

Warum lesen und sehen wir so gerne Gewalt in fiktionalen Werken? Über die Häufungen von Mord und Todschlag in der Popkultur könnt ihr beim Bücherstadtkurier nachlesen. Warum eine unserer Nornen, Katherina Ushachov, so gerne Gewalt und Tod in ihre Bücher einbaut schreibt sie hier.

Zum Abschluss möchten wir euch nochmal auf unsere Halloweenaktion Totentanz mit den Nornen hinweisen. Zwei Tage lang, vom 31.10. bis zum 01.11., könnt ihr kurze Horrorgeschichten von unseren Nornen entdecken.